Der Ironman : vom Start bis zum Ziel sind es 226 km, 3,8 km schwimmen,

180 km Rad und 42,195 km laufen. Das sollte der Höhepunkt in dem Sportjahr 2015 bei drei Athleten vom TRI-Team werden. Dirk Müller, Carmen Schaaf und Silvia Rausch hatten sich diese Herausforderung ausgesucht.

Sie haben viel und fleißig dafür trainiert. Der Weg dorthin war lang und wurde immer wieder mal von kleinen Weh Wehchen unterbrochen. Aber Triathleten kennen keinen Schmerz und sind sehr belastbar! Es waren lange Wochen mit vielen Entbehrungen, aber was tut man nicht alles um für den großen Tag fit zu sein. Silvia eine Wettkampferprobte Triathletin auf allen Distanzen zu Hause.

Nur der Ironman war Neuland für sie. Nizza sollte das Wunschrennen für Silvia sein. Sie reiste mit ihrem Ehemann Andreas und Schwester Melanie nach Nizza.

Hier wollte sie zeigen was in ihr steckt! Vor dem Schwimmen hatte sie etwas Respekt, denn es wurde im Mittelmeer geplanscht. Die Wellen und Mitstreiter waren eine große Herausforderung für Silvia. Sie kämpfte sich durch und schluckte viel Meerwasser und steckte einige Schläge ein. Endlich nach tollen

1:13:57 Stunden hatte sie wieder Boden unter den Füßen. Ihr war es aber so übel und sie spielte mit dem Gedanken das Rennen zu beenden. Nach Zurufen von Andreas und Melanie raffte sie sich doch auf und machte weiter. Nach über 10 Minuten im Wechselzelt schwang sie sich aufs Rad um die Übelkeit dort zu bekämpfen. Sie kam nur langsam in Schwung und konnte kaum etwas essen, aber ihr Kämpferherz sagte :”Silvia beiße dich durch”. Nach 6:46:37 Stunden waren die 180 km geschafft. Jetzt ging ihr durch den Kopf, nur noch ein Marathon ! Als sie die Laufschuhe anhatte begann der Wettkampf neu. Sie fühlte sich wieder stärker , fand einen guten Schritt und konnte Andreas und Melanie ein Lächeln schenken. Nach großartigen 4:14:31 Stunden war der Marathon beendet und mit tollen 12:34:54 Stunden wurde sie 15. In der W40.

Sie darf sich jetzt Ironwomen nennen.

Carmen und Dirk starteten bei der Challenge in Roth, die gleichzeitig als Deutsche Meisterschaften ausgetragen wurde. Beide sind keine Rookies mehr, sie haben schon Erfahrungen auf der Langdistanz gesammelt. Doch in jedem Wettkampf werden die Karten neu gemischt. Geschwommen wurde im Main-Donaukanal. Dirk hatte schon vor dem Schwimmstart Adrenalin pur. Beim Aufsetzen der Schwimmbrille machte es patsch und der Gummi war gerissen. Mit schnellen Laufschritt eilte er zum Wechselzelt, denn er brauchte ja eine andere Brille. Man reichte ihm eine Kiste mit großer Auswahl. Er schnappte sich eine und eilte zum Schwimmstart. Gerade noch rechtzeitig konnte er sich einordnen aber leider nur noch in die hinteren Reihen. So kam er nicht so voran wie er wollte, trotzdem schaffte er die 3,8 km in guten 1:02:11 Stunden. Er war im Wettkampf angekommen. Der Druck auf die Pedale waren rund und für die zwei Runden im Frankenland brauchte er nur großartige 5:04:36 Stunden. Er fing an zu rechnen, bevor er in die Laufschuhe schlüpfte. Wechsel gut geklappt und immer wieder hörte er “DIRK,DIRK,DIRK” du siehst gut aus. Er konnte immer noch zurück lächeln und wie er bei 40 km war wusste er es wird eine neue Bestzeit. Er lief mit erhobenen Händen nach tollen 3:21:34 Stunden im Marathon und insgesamt mit der neuen, hervorragenden Bestzeit von 9:32:14 Stunden über den roten Teppich ins Ziel. Freunde, seine Eltern und Fremde freuten sich mit ihm. Er konnte es gar nicht fassen, es war vollbracht. Mit dieser Leistung erreichte er den 5.Platz in der AK M40 bei den Deutschen Meisterschaften!!

Carmen spulte ein solides Rennen ab. Bei ihrer nicht so geliebten Disziplin, dem Schwimmen kam sie gut in den Wettkampf. Nach guten 1:20:45 Stunden hatte sie wieder Boden unter den Füßen. Nach schnellen Wechselzeiten konnte sie auf dem Rad Plätze gut machen und erreichte nach großartigen 5:51:42 Stunden die Wechselzone in Roth. Mit einer tollen Marathonzeit von 4:01:40 Stunden und einer Gesamtzeit von 11:22:50 Stunden erreichte sie bei den Deutschen Meisterschaften in der AK W45 den großartigen 8.Platz.

Beim Einlauf ins Stadion und auf der Marathonstrecke wurde Carmen von vielen Bekannten und Freunden lautstark angefeuert. Das gab ihr die Kraft die Langdistanz erfolgreich zu finishen.

 

Glückwunsch nochmals an SILVIA, CARMEN und DIRK für die gezeigten, guten Leistungen. Ihr seit damit VORBILDER für die jüngere Generation !!!

 

Unter dem MOTTO: “Der selbst erlebte ERFOLG macht stark und stärker” wünsche ich Euch für die kommenden Ziele weiterhin ERFOLG und SPASS.

 

Uwe Lellinger