SUPPORTER 2019 bei der KULTVERANSTALTUNG CHALLENGE ROTH.

Alles war anders als sonst, kein Teilnehmer, sondern Supporter für meinen kleinen Bruder WOLFGANG (Cousin) Er wollte seine erste Langdistanz alleine bewältigen, mit mir an seiner Seite. Das Training lief gut für Ihn und er war bereit die Herausforderung anzunehmen.

Zur Einstimmung fuhren wir schon Donnerstag in Ruhe nach Roth. Die obligatorische Erdinger-Party in Trachtenkleidung läutete die heiße Phase ein. Man traf viele bekannte Gesichter und hielt Smalltalk. Ich half noch Roland Jentschura Freitag und Samstag an dem „JENTSCHURA STAND“ die Philosophie der Basischen Produkte für Stärkung Reinigung und Regenerierung an Interessierte zu vermitteln bzw. aufzuklären. Das hat mir richtig Spaß gemacht und ich habe tolle und wissbegierige Menschen kennengelernt. Für Wolfgang rückte der Wettkampf am Sonntag immer näher. Die Nervosität bei ihm nahm zu und ich versuchte beim Frühstück und Mittagessen ihn mit meinen Worten zu stärken. Nach der Nudelparty am Samstag im Hotel gingen wir früh schlafen, denn um 03:30 Uhr klingelte der Wecker. In der Zwischenzeit war auch Markus und Monika Stemper aus Hamburg angereist. Er hat dort erfolgreich am Paratriathlon im Sprintbereich teilgenommen und kam mit der Bronzemedaille zurück. Nach kurzer Nacht und einem kleinen Frühstück fuhren Heike, Wolfgang und ich zum Schwimmstart an den Kanal.

Es knisterte im Auto und die Anspannung stieg. Heike fuhr sicher den direkten Weg wie vom Navi vorgegeben an den Parkplatz in der Nähe des Starts des großen Spektakels. Es wimmelte nur so von Teilnehmern und ihren Angehörigen und Fans. Bei der Brücke von wo man das Schwimmen und die Wechselzone toll und live miterleben konnte, standen sie schon in vierer Reihen, so dass es kaum ein Durchkommen gab. Mit Geduld und freundlichen Worten erreichten wir den Wechselplatz unten am Kanal. Jetzt trennten sich Heike und ich von Wolfgang. Wir durften nicht hinein in den abgesperrten Bereich, wo Fahrräder und Wechselbeutel von über 3500 Teilnehmer standen bzw. lagen. Ein buntes Bild und Sprachengewirr am frühen Morgen, richtig aufregend. Wolfgang mittendrinn sich alles einprägend wie Ablauf und Laufwege vom Schwimmausstieg und zum Rad. Heike und ich standen am Zaun und konnten mit ihm kommunizieren. Ich gab ihm noch ein paar aufmunternde Worte mit und Heike hat ihren Wolfgang abgeküsst, bevor sein großer sportlicher Tag begann. Es ging los, seine Startgruppe wurde aufgerufen. Wolfgangs Ziel für die 3800 Meter Strecke im Kanal sollte unter 1:20 Stunde sein. Ich besprach mit Heike, die ja Fotos schießen wollte, wie wir uns beim Schwimmausstieg positionieren, damit sie auch tolle Bilder von ihm schießen konnte. Die Lösung sollte sein, ich stehe am Kanal beim Ausstieg und sie stellt sich an die Gitter beim roten Teppich. So bald ich ihn sehe brülle ich laut. Bei den vielen Teilnehmern war das richtig spannend zu mal durch die Neoprenanzüge alle gleich aussahen. Ich hatte schon einen steifen Hals vom Starren, dann endlich entdeckte ich ihn. Ich brüllte laut Wolli, Wolli! Das war das Startzeichen für Heike und ihren Fotoapparat. Er zeigte die geballte Faust auf dem roten Teppich und verschwand mit dem Wechselbeutel im Zelt. Die Uhren zeigten 1:16:03 Stunden, unter der Zeitvorgabe von 1:20 Stunden, großartig. Jetzt schritten wir Beide ca. 200 Meter weiter um ihn auf die Radstrecke zu verabschieden. Ich passte wieder auf und Heike war schussbereit. Das war diesmal etwas leichter, denn unsere neue Teamkleidung war von weitem gut zu erkennen. Die Faust war wieder oben und das Grinsen in seinem Gesicht. Er war bereit die 180 km mit seinem neuen Triathlon Rad in Angriff zu nehmen. Wir hatten jetzt Zeit und pilgerten zum Solarer Berg, wo wir uns unten auf der linken Seite positionieren wollten. Wolfgang wusste Bescheid! Um uns viele gut gelaunte Menschen die es uns gleichtaten und zu Fuß oder mit dem Rad dort hinbegaben. Die Uhr immer im Auge behalten war unsere Devise. Wir hatten noch Zeit uns gemütlich in einem Café bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Unsere Nervosität nahm mit Vorschreiten der Uhr immer mehr zu und wir waren bereit unseren radelnden Triathleten Wolli würdig am Solarer Berg zu empfangen. Um einen guten einsehenden Platz zu ergattern mussten wir die Ellenbogen ausbreiten. Als eingespieltes Team gelang uns das und das Warten begann. Immer den Blick nach rechts gewandt, wann kommt er um die Kurve? Dann sahen wir ihn, wir brüllten laut im Chor:“ Wolli, du siehst gut aus, weiter so, du schaffst das“. Er zeigte wieder seine Faust und lächelte uns zu. Heike betätigte den Fotoapparat und konnte viele tolle Bilder machen. Er war schnell vorbei und wir nickten voller Zuversicht. Jetzt begaben wir uns wieder Richtung Schwimmstart zum Parkplatz. Dabei fiel mir und Heike auf das wir viele Triathleten die uns durch besondere Merkmale und Aussehen aufgefallen waren wieder Richtung Heuberg begegneten. Wir blieben stehen und guckten uns an, hier muss doch Wollig gleich wieder durchkommen war unser Fazit. So war es, ich sah ihn und schrie lautstark:“Sauwer Jung, saustark“. Er streckte wieder seine Faust nach oben und zeigte sein breites Grinsen. Ein Zeichen für uns das es ihm noch gut ging. So konnten wir beruhigt zum Auto gehen und damit nach Roth zur Wechselzone Rad/Laufen fahren. Hier stellten wir uns direkt unter die Autobahnbrücke mit Blick Eingang Rad, Ausgang Laufen. Jetzt hieß es wieder warten und aufpassen. Die Gedanken, wann kommt er, wie geht es ihm, wie fühlt er sich, was sagt der Körper? Zwischendurch mal Dehnen und ein wenig auf und ab gehen. Gespräche mit Gleichgesinnten führen und natürlich die Triathleten anfeuern. Langweilig wurde es nicht. Dann endlich sahen Heike und ich ihn von seinem Rad absteigend in die Wechselzone laufend. Wir klatschten uns ab, er hat den Rad Part erfolgreich geschafft. Dann kam er aus der Wechselzone. Wir brüllten im Chor:“ Wolli, Wolli“. Er nahm uns wahr und kam zu uns gelaufen. Er sah nach 2/3 Arbeit schon etwas gezeichnet aus. Er drückte Heike und mich und sagte: „Ich habe dicke Beine und die Waden schmerzen, aber ich schaffe es“. Wir bestärkten ihn natürlich in der Aussage und klatschten ihn ab und schickten in auf die Marathonreise. Ich schaute ihm noch in die Augen und sagte:“Wolli, das wird heute dein Tag, mach es, du kannst es“. Dann reihte er sich in die Läuferschar ein und bewegte sich langsam vorwärts. Lange 42,195 km lagen vor ihm. Heike und ich schauten uns an, ich nickte und sagte: „Er rockt das Ding“. Wir gingen jetzt an der Laufstrecke entlang Richtung Innenstadt. Immer wieder klatschend, anfeuernd und aufmunternd der gehenden und laufenden Triathleten. Wolli haben wir irgendwie verpasst. Ich sagte zu Heike nachdem wir einige Kilometer gegangen sind ich gehe jetzt zurück zur Innenstadt und dann Entgegengesetzt der Laufrichtung, dann werde ich ihn ja irgendwo sehen und kann ihn dann begleiten. Sie war erleichtert und einverstanden. Ich marschierte los immer den Blick nach vorne gerichtet um Wolli nicht zu verpassen. Irgendwann stellte ich mich auf eine Mauer um einen weiten Blick nach vorne zu haben. Endlich entdeckte ich ihn in einiger Entfernung. Ich lief im entgegen und sah ihn gehend auf mich zu kommen. „Was ist los, wie geht es dir“: war meine erste Frage. „Beine sind zu, ich muss gehen „erhielt ich zur Antwort, aber die Sollzeit bei 30 km schaffe ich. Sollen wir langsam laufen oder schnell gehen, bot ich ihm an. Er suchte sich langsam gehen aus. So erreichten wir die 30 km in der Sollzeit und da stand auch Heike. Erleichtert und Überglücklich umarmte sie ihren Wolli. Jetzt noch 12 km bis ins Ziel. Das sind doch Peanuts, gab ich ihm mit auf den Rest weg! In der Zwischenzeit war auch Markus zu uns gestoßen. Es wurde dunkel und Wolli kam und kam nicht. Markus sagte er müsste doch längst da sein. „Mach doch Land und Leute nicht verrückt“: war meine Antwort, er wird noch rechtzeitig kommen. Heike war in der Zwischenzeit ins Stadion auf die Tribüne zu Monika gegangen umso noch einige Fotos zu schießen. Dann endlich der wandernde Wolfgang kommt auf uns zu. Er lacht vor Freude und Schmerzen. Er zeigt die Faust und zeigt ein leichtes grinsen. Wir sprechen uns ab, gehen bis zum KM 41, dann Laufschritt nebeneinander. Wie von einer Tarantel gestochen liefen wir im 5er Schnitt den Rest ins Ziel. Besonders auf dem roten Teppich im Stadion flogen wir wieder an vielen Finishern vorbei und winkend mit erhobenen Händen Ende Gelände, geschafft im ZIEL nach 226 km. Wir umarmten uns und Wolli erhielt vom Sieger Andy Dreitz seine verdiente Medaille. Wir jubelten Heike und Monika auf der Tribüne zu und gingen ins Zelt. Hier durfte sich der neue Eisenmann setzen und ich ging 2 Glas Erdinger holen. Damit wurde auf den großartigen anstrengenden Tag mit einem glücklichen, verdienten Ende angestoßen.

Finisher und Supporter haben Bestnoten verdient. Ein langer Tag mit einem Ergebnis das Kraft für neue Herausforderungen freisetzt. Neues ist schon geplant, lasst euch überraschen!!!

Uwe Lellinger

Mein längster Tag

 

Am 07.07.19 war es soweit, mein längster Tag sollte kommen. Im Jahr davor direkt ein Anmeldeticket für 2019 ergattert ging es am 04.07.19 los. Uwe kam mich abholen und wir fuhren gemeinsam nach Roth. Uwe als Supporter und pers. Betreuer (was Besseres konnte mir nicht passieren). Wir bezogen zunächst das Hotel und danach ab auf die Messe die Startunterlagen abholen. Hiernach besuchten wir noch die Erdinger-Urweisse Party, wo wir viele bekannte Gesichter antrafen.

     

Am Freitagmorgen ging es für mich erstmal in den Kanal zum Einschwimmen, der Kanal hatte hier noch eine Temperatur von 25 Grad, bei dieser Temperatur gibt es wohl ein Neo-Verbot am Sonntag. Doch dazu kam es dann nicht.

Am Samstag waren wir zunächst noch bei der Woman-Challenge in Roth und schauten dem 5KM Lauf unserer Frauen zu. Hiernach ging es dann zum Einchecken meines Fahrrads zum Kanal. Beim Einchecken hatte ich dann dieses Gefühl, Du musst doch schon bescheuert sein, so was zumachen, aber egal, jetzt ist es eh zu spät. Abends hatten wir noch eine kleine Pasta-Party im Hotel und ich wurde immer ruhiger und schon leicht nervös. Uwe und Heike standen mir bei und ich hörte immer wieder, Du schaffst das schon.

Sonntagmorgen, RACE-Day, Wecker für 04:30 Uhr gestellt, aber schon um 04:00 wach. Gefühl, mir ist totschlecht. Um kurz vor fünf zum Frühstück, wo ein gutgelaunter Uwe mich schon freudestrahlend empfing, heute ist dein längster Tag. Kurz was gefrühstückt, das ich überhaupt was runterbekommen habe, grenzte schon an ein Wunder. Ab aufs Zimmer fertig machen und ab zum Start. In der Wechselzone fing es leicht an zu regnen, na Klasse, braucht auch kein Mensch, dachte ich mir nur. Ab in den Neo, der Kanal hatte 24 Grad, somit war der Start der AK-Athleten mit Neo erlaubt. Um 07:55 wurde meine Startgruppe in den Kanal gelassen, 5Min Zeit zum Einschwimmen, da unsere Gruppe um 08:00 ins Rennen geschickt wurde. Hoffte das ich meine Schwimmzeit vom letzten Jahr vllt. etwas verbessere, die Messlatte lag also bei einer Zeit von 01:20:00. Pünktlich um 08:00 Uhr wurden wir ins Rennen geschickt. Am Anfang hielt ich mich beim Schwimmen zurück um nicht in die „Waschmaschine“ zu kommen, so nach 500m konnte ich mich etwas frei schwimmen, war aber immer noch von einzelnen Schwimmer umzingelt. Nach der erste Wende hatte sich das Feld verteilt und man konnte frei schwimmen. Noch einmal gewendet und dann schnell zum Schwimmausstieg. Nach 01:16:03 war mein Schwimmen beendet, Klasse 4 Min. verbessert, aber jetzt kommt das Neuland, 180 KM Fahrrad bin ich noch nie in einem Stück gefahren. Als ich nach dem Wechsel aufs Rad gestiegen bin, war es noch leicht am nieseln. Also blos nix dummes anstellen und mit Vollgas jeden Hügel runterrasen. Bei ca. 30 KM wurde ich von den führenden Herren Andi Dreitz und Andy Boecherer überholt. Kurz darauf das erste Highlight, der Kalvarienberg in Greding, der am Anfang ca. 500m bei 10% anstieg. So geflasht von den ganzen Zuschauern die einen da anfeuerten, habe ich gar nicht gemerkt wie schnell dieser Anstieg vorbei war. Dann lief es gemächlich weiter bergauf und ich kam dem nächsten Highlight, dem Solarer Berg immer näher. Kurz vor dem Solarer Berg noch den Kränzleinsberg hoch, da konnte man da schon erahnen was einen gleich erwartet. Nach einer kurzen Abfahrt ging es um eine Linkskurve direkt auf den Solarer Berg. In der Kurve sah ich auch Uwe und Heike die mich anfeuerten, dann ging es in den Solarer Berg. Was Du in diesem kurzen Stück erlebst kann man nicht in Worte fassen, Du fährst in eine Menschentraube, die automatisch Platz macht, bekommst den ein oder andern Klaps auf die Schulter und jeder feuert Dich an, als ob Du das Rennen anführst. Mein erster Gänsehautmoment in diesem Wettkampf. Dann ging es schon auf die zweite Runde. Für die ersten 90 KM benötige ich 03:03.00 womit ich sehr zufrieden war. Bis zum Kalvarienberg lief es dann normal weiter, aber schon beim zweiten Anstieg bemerkte ich diesen netten Gegenwind der immer stärker wurde. So war das Tempo der ersten Runde nicht zuhalten. Kurz vor der zweiten Wechselzone fingen meine Oberschenkel an zu krampfen, worauf ich das Tempo wieder verringerte. Das wird ein toller Marathon, waren hier schon meine Gedanken, (ich sollte recht behalten)

Nach 06:34:03 erreichte ich die zweite Wechselzone und war mit meiner Zeit sehr zufrieden. Jetzt nur noch den Marathon. Für diesen hatte ich jetzt 7 Stunden Zeit. Also dann mal los. Wollte langsam anlaufen, da sah ich schon Heike und Uwe als ich aus der Wechselzone kam, also kurz hin, beide gedrückt und das Rennen wieder aufgenommen. Merkte aber schnell, das wird nix heute, beide Oberschenkel gingen schnell zu, sodass ich ab KM 12 mehr am Gehen war als am Laufen. Bei KM 4 traf ich noch meinen Vereinskollegen Markus mit seiner Frau, der mich noch aufmunterte, das ich schon ein Stunde schneller wäre, als er im letzten Jahr.  Ich musste nur den Cut-OFF Punkte bei Kilometer 30 schaffen, damit sich mich nicht aus dem Rennen nehmen. Dieser lag bei 21:15 Uhr. Bei KM 23 lernte ich Steven kennen, Drill Sergeant der US-Army aus Los Angeles. Wir „marschierten“ dann gemeinsam bis KM 28 in einem 09:00 Schnitt. Hierbei verrechnete ich mich mit der Cut-OFF Zeit und lief dann, eher schlecht wie recht, die 2KM bis KM 30. Kurz vorher traf ich Uwe und Heike, die mich bis KM 30 begleiteten. Um 20:30 bin ich dann durch den Cut-OFF Punkt durch und wusste jetzt, dass Ich es schaffen werde. So jetzt einmal durch Roth und dann ich die Sandgasse, hier kam ich um die Ecke und wurde direkt begrüsst mit, Hier kommt unsere Rookie aus Trier, Wolfgang Lellinger auf seiner ersten Langdistanz, siehst Scheisse aus, aber bist noch gut dabei. Danke Frank Horras für die netten Worte. Immer schön wenn man seine Freunde und Bekannte auf der Strecke trifft, wobei der HotSpot in der Sandgasse ein ganz besonderer ist. Jetzt ab nach Büchenbach und einmal um den Weiher dann nur zurück durch Roth und ab ins Stadion. Bei Kilometer 41 wartete Uwe auf mich, er wollte mir bei meinem ersten Zieleinlauf beistehen. Also liefen wir gemeinsam Richtung Ziel, ja ich lief wieder, das Ziel kam ja näher. Uwe meinte nur nimm das Tempo raus, Du läufst einen 5er Schnitt. Dann kam er der legendäre rote Teppich. Sobald Du den ersten Fuss auf diesen aufsetzt, verspürt man keine Schmerzen mehr, zumindest war das so bei mir. Wir liefen also in Richtung Torbogen. Über diesem stand gross geschrieben, Congratulation, YOU DID IT, ja ich habe es geschafft. Hinter dem Tor brach die Hölle los, das Stadion brechend voll und jede und jeder der einlief wurde gefeiert als hätte er die Challenge gewonnen. Gänsehautmoment Nr. ich weiss nicht wie viel. Uwe und ich überschritten gemeinsam, nach 14:34:05 die Ziellinie und Andi Dreitz, der die Challenge Roth gewann, überreichte mir meine Medaille. Wir hatten noch einen kleinen Small-Talk dann ging es Richtung Verpflegung, aber nicht ohne vorher noch eine Laolo mit den Helfern zu machen, auch das ist hier schon Tradition. Im hinteren Bereich traf ich auch auf Heike und Monika. Heike strahlte mich an und sagte nur mein Ironman, Oh ja ich bin jetzt auch wie Uwe, Markus und Alex ein Eisenmann.

Stolz ging ich mit Uwe in den Verpflegungsbereich und wir setzen uns einfach hin und tranken ein Bier. Dieses Feierabendbier hatten wir uns verdient, Uwe für seinen tollen Support (die anderen waren leider nicht dabei, hätten es genauso verdient gehabt) und ich für meine erste Langdistanz. Um 01:00 waren wir im Hotel, er längste Tag war vorbei. Die Nacht war um 06:00 Uhr ja wieder vorbei, wir haben uns ja wieder angestellt für das Ticket für 2020.

Auf zu den nächsten Abenteuern, Challenge Roth 2020, ich bin dabei (da gibt es eine Zeit zu verbessern)

                                                                                                         

Wolfgang Lellinger

  1. MITTELMOSEL TRIATHLON in ZELL

Nach dem Sabbatjahr 2018 fand am 23.06.2019 die Jubiläumsveranstaltung statt. Schon früh ab 07:30 Uhr herrschte reges Treiben auf dem Festplatz mitten im Ort. Aus ganz Deutschland waren Teilnehmer angereist um hier zu zeigen was sie sportlich draufhaben. Darunter waren auch vom TRI Team Matthias, Stefan, Uwe L. und Wolfgang. Ihr Wettkampf war die Olympische Distanz über 2 km schwimmen, 40 km Radfahren und 10,4 km Laufen. Markus startete bei der Sprintdistanz und absolvierte 700 m schwimmen, 20 km Radfahren und 5,2 km Laufen.

Nach Abholen der Startunterlagen und deren Kontrolle ging es los die zugewiesene Startnummer an den Helm, Rad und Nummer band zu befestigen. Mit aufgesetztem Helm und Rad ging es zum Einchecken. Nach der Prüfung durch die Kampfrichter wurden die zugewiesenen Startplätze gesucht und eingerichtet. Zum Schwimmstart ging es mit dem NEO und Badekappe über die Fußgängerbrücke auf die andere Seite der Mosel. Von dort fuhren Shuttlebusse die uns an den Schwimmstart brachten. Nach Wettkampfbesprechung und Einweisung fiel der Startschuss um 10:40 Uhr und die Meute setzte sich Flussabwärts mit der Strömung in Bewegung. Mittendrinn Matthias, Stefan, Uwe und Wolfgang. Markus war auf der Sprintdistanz erst später unterwegs. Nach schnellen Zügen hatte jeder seinen Rhythmus gefunden und nach 2 km wieder festen Boden unter den Füßen.

       

Nach der waagerechten Haltung kam die senkrechte Haltung. Da ging es am Anfang etwas wacklig zu. Als erster nach 28:36 Minuten war es Stefan, gefolgt von Matthias in 34:42 Minuten, knapp dahinter Wolli in 35:03 Minuten und Uwe in 39:29 Minuten. Alle an Land und in der Wechselzone.NEO vom Körper gestreift, Radschuhe und Helm an und mit dem Triathlon Rad schiebend bis zum imaginären Wechselbalken. Dann endlich kräftig in die Pedale tretend auf die 2 Runden in und um Zell mit dem gefürchteten Berg Monte Barlo, dem höchsten Punkt der Strecke. Hier kamen alle gut zurecht außer Wolli der Probleme mit seiner Schaltung hatte. Stefan spulte den Part in 60:46 Minuten, Matthias in 1:21:22 Stunden, Uwe in 1:28.09 Stunden und Wolli in 1:28:44 Stunden. So war für jeden der Rad Part zu Ende und sie nahmen die 4 Laufrunden über insgesamt 10,4 km mit der Bogenholzbrücke vor dem Ziel in Angriff. Jetzt galt es die letzten vorhandenen Reserven zu mobilisieren. Am Anfang fiel es allen schwer den richtigen kraftvollen Laufschritt zu finden. Von Runde zu Runde gelang es immer besser und alle erreichten das Ziel auf dem Festplatz. Hier wurden sie von ihren Fans und den Zuschauern lautstark gefeiert. Stefan erreichte als erster das Ziel nach 2:19:09 Stunden. Er war mit seiner Schwimm- und Rad Zeit zufrieden. Haderte aber mit der Laufzeit von 45:46 Minuten. Insgesamt erreichte er aber einen 5. Gesamtplatz und wurde 3. In der AK30. Matthias beendete das Rennen nach 2:59:58 Stunden und lief die 10,4 km in 58:44 Minuten. Das war eine Punktlandung für ihn, denn er wollte unter 3 Stunden bleiben. Dahinter folgte Uwe in 3:22:38 Stunden und einer Laufzeit von 67:41 Minuten. Das war der 1. Platz in der AK 70 und der Rheinland-Pfalz Titel. Wolli kam nach 3:28:02 Stunden und einer Laufzeit von 76:39 Minuten ins Ziel. Er haderte mit seinem Lauf da ihm zum Schluss die Kraft fehlte. Somit war seine Laune im Ziel nicht so gut. Es war seine Generalprobe für sein großes Event die Langdistanz Anfang Juli in Roth. Fazit für ihn er hat es trotz leichter Probleme ins Ziel geschafft und ist dadurch gestärkt aus dem Wettkampf hervorgegangen.

Markus war mit dem Sprint schneller fertig. Er kam nach 700 Meter Schwimmen in 21:44 Minuten, 20 km Rad in 43:45 Minuten und 5,2 km Laufen in 31:04 Minuten nach insgesamt 1:42:11 Stunden ins Ziel. Das war eine Superleistung die ihm in der TM 55 einen 13 Platz einbrachte.

Insgesamt ein erfolgreiches Wochenende für das TRI-Team. Alle sind verletzungsfrei ins Ziel gekommen und haben Kraft für die noch kommenden Events getankt. Weiter so und habt Spaß bei den abwechslungsreichen Triathlon Wettkämpfen.

 

Uwe Lellinger                                                                                    Kanzem 23.09.2019

 

 

 

STEFAN FETTES KANN UND WILL NUR NOCH EINSTELLIG!!!

Setze dir ehrgeizige Ziele und versuche sie zu verwirklichen. So lautet der Glaubenssatz bei Stefan und seinen Triathlon-Wettkämpfen.

In Neuwied war er im August bei der Olympischen Distanz am Start. Es war starker Regen und Windböen in der Wettervorhersage angekündigt. Eingetroffen sind gottseidank nur die Windböen. Geschwommen wurde im Rhein. Auf Grund der starken Strömung betrug die Schwimmstrecke anstatt   1,5 km mehr als doppelt zu viel. Es waren 3,2 km die bei Wellengang nach schnellen 21:32 Minuten zu Ende gingen. Wechsel klappte gut und er ging als 43 auf die 44 km lange Radstrecke. Hier konnte er sich auf seiner stärksten Teildisziplin bis auf den 5 Platz vorarbeiten. Die Rad Zeit betrug 1:04 Stunde. Diese tolle Platzierung verteidigte er beim Laufen. Die 10 km waren nach 38:32 zu Ende. In 2:07:25 Stunden überquerte er überglücklich und zu frieden die Ziellinie. Damit war er Gesamt Fünfter und dritter in der AK.

Der Ausflug nach Neuwied kann als positiver Triathlon Wettkampf auf der Habenseite verbucht werden.

Sein nächster Wettkampf war in DAVOS die Mitteldistanz. Beim höchstgelegenen Triathlon in den Alpen war die Höhe von über 2000 HM nicht zu unterschätzen. (Die Luft war dünn) Hier hatte er sich im Vorhinein im Trainingslager in Livigno akribisch vorbereitet. Er war bereit die schwere Herausforderung anzunehmen. Geschwommen wurde im 14 Grad kalten Wasser des Davoser Sees. Nach 1,9 km Schwimmen und einer Zeit von 32:17 Minuten hatte er wieder festen Boden unter den Füßen. Schnell wechselte er auf sein Rennrad um die schweren 54 km mit insgesamt 1600 Höhenmeter hinter sich zu bringen. Er musste kämpfen und erreichte nach großartigen 2:04:38 Stunden die Wechselzone. Dabei hat er viele seiner Mitstreiter überholt und führte die AK 30-34 an. Beim abschließenden Halbmarathonlauf ließ er nichts mehr anbrennen (1:26:54 Stunden) Nach 4:08:28 Stunden mit Wechselzeiten kam er als Gesamtfünfter und Altersklassengewinner überglücklich ins Ziel. Mit erhobener Faust und einem breiten Grinsen überquerte er die Ziellinie. Damit wurde sein Traum war. Er hat sich mit dieser Leistung für die Championchips im JUNI2020in Samorin in der Slowakei, den inoffiziellen Weltmeisterschaften der Challenge Triathlon-Serie qualifiziert.

Glückwunsch Stefan für die großartige Leistung. Wieder hast du eine weitere Sprosse auf deiner Triathlon Leiter erklommen. Mal sehen wie es nächstes Jahr weitergeht? KAMPFGEIST und WILLE werden deine Begleiter sein. Ich drücke die Daumen!

 

Uwe Lellinger                                                       Kanzem, den 20.10.19

Triathlon Jubiläum in Illingen, Saarland

"Soll ich oder soll ich nicht?" - diese Frage beschäftigte mich bis kurz vor dem Startschuss zum 20. Triathlon in Illingen am letzten Augustwochenende. Es war zwar nur eine Sprintdistanz, aber bei der treibt der ambitionierter Hobbyathlet seinen Puls ja üblicherweise doch einigermaßen in die Höhe. Und nachdem die leichte aber hartnäckige Erkältung nicht wie erhofft rechtzeitig vor dem lange geplanten Triathlonevent ein Einsehen hatte und klein beigab, stand ich vor der Frage, ob ich ich meinem Körper und vor allem dem Herzmuskel diese Belastung tatsächlich zumuten sollte. Um es kurz zu machen: Mir fehlte die Kraft, mich in die Zuschauerrolle zu begeben und so siegte die Unvernunft und ich stieg um 9:15 zum Start in der 4. Startgruppe ins 25 Meter Becken.

Zu diesem Zeitpunkt war Uwe längst auf der Radstrecke. Er startete das Schwimmen in Startgruppe 2 von insgesamt 7. Die 300 Meter hatte er trotz kleinerer Scharmützel mit einem hinter ihm schwimmenden Athleten in sehr guten 6:34 abgespult. Ich profitierte während der gesamten Strecke von den "guten Füße" meines Vordermanns, der etwa mein Tempo schwamm, und konnte die 12 Bahnen mit samt der Strecke bis zur Matte vergleichsweise entspannt in 6:03 abspulen. Dirk Hoffmann, ein weiterer TGler, der auch regelmässig an Jedermann-Wettbewerben teilnimmt, war in die 5. Startgruppe eingeteilt. Als erfahrener Rettungsschwimmer schwamm er wie immer Brust und ohne Schwimmbrille. Dabei stellte er mit einer Schwimmzeit von 6:45 so manchen kraulenden Mitstreiter in den Schatten.

Die Radstrecke war mit knapp 18 km kurz aber mit deutlich über 300 Höhenmetern knackig. Auf den 3 Radrunden ging es entweder hoch oder runter. Für Uwe mit all seiner Erfahrung und guten Grundausdauer war das kein Problem und er absolvierte diesen Part in 40:22. Chapeau! Bei mir lief es mit 36:31 auch ganz ordentlich, auch wenn ich mental vielleicht etwas auf der Bremse stand, um meinen Kreislauf nicht über Gebühr zu belasten. Aber vermutlich ist das wieder mal eine meiner zahlreichen Ausreden, mit denen ich mir und der Welt erkläre, dass ich auch bei diesem Sprint deutlich an einem 30er Schnitt vorbeigeschrappt bin. Dirk, mit einem fremden Fahrrad und deutlichem Trainingsrückstand während der letzten Wochen, schaffte immerhin eine Radzeit von 46:56.

Die Laufstrecke bestand aus 4 Runden und sah mit 50 Höhenmeterchen auf dem Papier eigentlich ganz easy aus. So richtig schnell war sie aber auch nicht, da das einzige Abwärtsstück der Laufrunde zu steil war, um es richtig laufen zu lassen. Dirk kannte die Strecke ja aus den Vorjahren und kam - etwas hinter seinen Erwartungen - nach 35:30 ins Ziel. Ich selbst begann eher zurückhaltend, wurde aber von Runde zu Runde mutiger und schneller. Ich konnte wie bereits auf der Radstrecke viele vor mir gestartete Athleten einsammeln und das motivierte natürlich. Nach 25:46 hatte ich die 5,2 km geschafft und mein Ziel, unter einem 5 Schnitt zu laufen, klar erreicht. (Ich muss also in diesem Fall keine meiner bewährten Ausreden bemühen) Uwe schaffte es in hervorragenden 31:32. In meiner ersten Laufrunde lief ich auf Uwe auf und hatte die Gelegenheit, eine Weile Uwes äußerst runden Laufstil zu bewundern.

Den Sieg in der Altersklasse M70 mit einer Gesamtzeit von 1:23:08 hat er sich nicht zuletzt deswegen redlich verdient. Herzlichen Glückwunsch Uwe. Und mit meinen 1:11:20 hab ich es in meiner Alterklasse M55 sogar noch aufs Treppchen geschafft.

Vielleicht habe ich die "Soll ich oder soll ich nicht?"-Frage ja doch richtig für mich beantwortet. Jedenfalls huste ich nach dem Wettkampf weniger als vorher.

Matthias Keller