An Pfingstmontag, 21.5.2018, wurde mittlerweile zum 9. Mal in Losheim ein Langstreckenschwimmen angeboten. Geschwommen wurde im Losheimer See und es konnten Strecken von 1,25 km bis 10 km gewählt werden. Die Veranstaltung ist beliebt bei Schwimmern, die mal aus ihrem Becken wollen und bei Triathleten, die in Vorbereitung der nahenden Triathlon-Saison, die erste Disziplin unter Wettkampfbedingungen testen wollen.

                   

Aus dem TRI-Team TG Konz hatten sich Silvia, Nike, Uwe L., Uwe W., Markus und Andreas entschlossen teilzunehmen. Alle vom TRI-Team w√§hlten die 2,5 km, da dies am besten zu den geplanten Wettk√§mpfen der Triathlon-Saison (von 1,5km bei Kurz-Distanz Rennen bis 3,8km bei der Lang-Distanz) passte. Bei Wassertemperaturen von ca. 20 Grad hatte man die Wahl mit oder ohne Neopren-Anzug zu schwimmen. Wir entschieden uns alle mit Neopren zu schwimmen. Zum einen, um die Neo‚Äôs zu testen, da bei den kommenden Wettk√§mpfen √ľberwiegend mit Neopren geschwommen wird, und zum anderen damit uns die ‚Äěrichtigen‚Äú Schwimmer nicht zu weit abh√§ngen J (durch den Auftrieb des Neoprenanzugs ist man √ľber 1km ca. 1-2 Minuten schneller).

 

Mit ein paar Minuten Versp√§tung gingt das Rennen um 12.35 Uhr los. F√ľr alle lief das Rennen gut. Uwe W. war nach einer starken Leistung nach 41:52 Minuten schnellster Teilnehmer des TRI-Teams und gewann damit die Altersklasse M50. Silvia und Andreas folgten ca. 2 Minuten sp√§ter in 44:27 (Andreas) und 44:39 Minuten (Silvia). (Andreas entschuldigt sich an dieser Stelle nochmal ausdr√ľcklich f√ľr seine unfairen Renntaktik 2,3km hinter Silvia zu schwimmen und dann auf den letzten 200 m zu √ľberholen). Nike folgte mit 49:09 Minuten und konnte ebenfalls sehr zufrieden sein. Uwe L. ben√∂tigte 56:07 Minuten f√ľr die 2,5 km und gewann damit die Altersklasse M70. Markus folgte in 1:18:56 Minuten, was eine sehr starke Leistung war, da Markus auf Grund eines Handicaps nur mit einem Arm schwimmen kann.

 

Insgesamt war der Ausflug nach Losheim ein gelungener Test f√ľr das TRI-Team. Da Silvia, Nike und Uwe L., die mit dem Rad nach Losheim kamen, noch nicht genug hatten, schlossen sie den Trainingstag mit der R√ľckfahrt per Rad nach Trier bzw. Konz ab.

 

Die Triathlon Saison kann kommen.

 

Silvia und Andreas

 

                        

Silvia, Nike und Uwe L. entspannt vor dem Start               Markus, Uwe L., Uwe W., Nike, Silvia und Andreas kurz vor dem Start

 

Das Jahr 2018 ist drei Wochen alt und der erste Wettkampf stand an.

In der Wettervorhersage war alles hineingepackt: ‚ÄěKalt, Nass und Schneeregen ab Mittag.‚Äú Was kann es sch√∂neres geben um da ins Gel√§nde zu gehen zu mal durch den vielen Regen der letzten Wochen und Holzf√§llerarbeiten die Strecke zu einem tiefen Gel√§uf wurde.

Hier kamen nat√ľrlich im Vorhinein die Gedanken auf hier √ľberhaupt an den Start zu gehen. Aber der Weg ist das Ziel (LD am 01.07. in Roth)

Also Sporttasche gepackt und auf in den Gr√ľnwald nach Wittlich um am dritten Wertungslauf teilzunehmen. Unterlagen abgeholt und eine Stunde vor Wettkampfbeginn setzte wie angek√ľndigt starker Schneefall ein. Schnell wurde die Matchstrecke in ein wei√ües Kleid verwandelt. Beim Einlaufen wurde die saubere Laufkleidung zu undefinierbaren Etwas. Der Start war f√ľr 15:00 Uhr angesetzt. Verz√∂gerte sich aber wegen technischer Probleme um ein paar Minuten. Als es endlich los ging war die ganze Meute durchfroren.

Jetzt war Willenskraft gefragt denn es galt eine kleine Runde und zwei gro√üe Runden √ľber insgesamt 7340 Meter zu bew√§ltigen. Die Schlammschlacht war er√∂ffnet! Stellenweise lief man einen Schritt nach vorne und wieder zwei Schritte zur√ľck. Es hie√ü jede Sekunde aufpassen und sich in Trippelschritten fort zu bewegen. Es gelang mir und ich √ľberlebte die Gesamtstrecke ohne Sturz.

Der Lauf kostete viel Kraft hat aber trotzdem Spaß gemacht. Ich habe die AK gewonnen und mich im Ziel mit warmen Tee etwas aufgewärmt. Dann aber schnell umgezogen um wieder auf Temperatur zu kommen.

Fazit des Ausfluges ins Wittlicher Land neue Erfahrungen mit erschwerten Bedingungen in der neuen Altersklasse. Patient lebt und gestärkt zu Hause angekommen.

 

Uwe Lellinger

"Heißer" Wettkampf in Schifferstadt 

 

Hei√ü und dr√ľckend - so lassen sich die √§u√üeren Bedingungen am besten zusammenfassen, die am¬†27. Mai 2018¬†in¬†Schifferstadt¬†auf die insgesamt knapp 500 jungen und jung¬†gebliebenen Athleten warten.

 

Ich¬†reise¬†schon am Vortag an und¬†kann¬†mir in aller Ruhe ein Bild von den Gegebenheiten machen. Geschwommen¬†werden 400 m¬†im Hallenbad auf 25m-Bahnen. Die fast v√∂llig flache¬†knapp 20 km lange¬†Radstrecke¬†besteht¬†aus 3 Runden mit jeweils 3 Wendepunkten. Die¬†Laufeinheit f√ľhrt¬†in¬†ebenfalls 3 Runden im Zickzack um den Sportplatz herum.

 

Den Ergebnislisten der Vorjahre¬†konnte¬†ich bereits entnehmen, dass das Starterfeld in meiner Altersklasse¬†mit deutlich √ľber 50 Triathleten sehr stark besetzt¬†sein w√ľrde. Die meisten davon¬†schafften es¬†letztes Jahr¬†in unter¬†75 Minuten.¬†Dies ist die Zeit, die ich f√ľr mich als realistisches Ziel angepeilt habe. Da werde ich mich also eher am hinteren Ende der Ergebnistabelle wiederfinden. Egal, dabei sein ist alles. Und ich¬†gehe¬†mit bisher einem einzigen gefinishten Volkstriathlon ja noch als Anf√§nger durch.

 

Kurz nach der Wettkampfbesprechung finde ich mich mit etwa 30 Athleten in der ersten Startgruppe im Becken wieder. Uwes Tipp folgend spreche ich mich mit meinen Bahnkollegen √ľber¬†die angestrebten Zielzeiten ab. Die einzige Frau auf unserer Bahn plant eine Zeit von 6 bis 7 Minuten, alle anderen √ľber 8, 9 oder 10. So starte¬†ich als zweiter, leider ohne Chance auf etwas Wasserschatten, daf√ľr aber mit ziemlich freier Bahn. Das Schwimmen geht erstaunlich gut. Nach¬†7:52¬†hab ich es geschafft. So schnell war ich noch nie zuvor. Hat sich das harte Training bei Heike doch gelohnt.¬†Entsprechend √ľberrascht bin ich, dass ich als einer der ersten 10 Wettk√§mpfer in Richtung Wechselzone laufe, w√§hrend die meisten anderen noch ihre letzten Runden im Becken absolvieren.¬†

 

Der Wechsel l√§uft recht rund und problemlos.¬†Befl√ľgelt von meiner guten Schwimmzeit starte ich mit viel Druck auf die Pedale in die zweite Disziplin. Nachdem ich auf dem Weg in die Wechselzone bereits einen Mitstreiter √ľberholen konnte, gelingt mir ganz zu Beginn der Radstrecke ein weiteres √úberholman√∂ver. Nat√ľrlich unter Beachtung der Windschattenregeln. Jetzt habe ich erst einmal freie Fahrt. Wie viele Athleten der ersten Startgruppe wohl vor mir sind? Der erste Wendepunkt ist eine ideale M√∂glichkeit, dies festzustellen: 7 Fahrer kommen mir entgegen, bevor ich den Wendepunkt erreiche. Ob ich den ein oder anderen davon noch einholen kann?

 

Bei jedem Wendepunkte sch√§tze ich ab, wie sich der Abstand entwickelt.¬†Ich habe nicht den Eindruck, dass ich die L√ľcke schlie√üen kann. Der Abstand wird eher etwas gr√∂√üer. Nat√ľrlich kann ich nach den Wendepunkten auch beobachten, was sich hinter mir tut. Auch hier klafft eine L√ľcke, die kontinuierlich gr√∂√üer wird. So fahre¬†ich¬†die ersten beiden Runden ziemlich einsam durch die Gegend. Erst in meiner dritten Runde kommen dann die Athleten der zweiten Startgruppe auf die Strecke und ich habe ab und zu die M√∂glichkeit, beim √úberholen einen Hauch von Wettkampffeeling zu erleben.¬†

 

Nach 34:20 Minuten netto und einem Schnitt von knapp 33 km/h erreiche ich die Wechselzone, ohne selbst √ľberholt worden zu sein. Daf√ľr sind meine Beine aber auch schon ziemlich schwer und ich bewege mich bereits deutlich im oberen Pulsbereich. Habe ich¬†√ľberpaced? Der Wechsel funktioniert gut, auch wenn ich versehentlich meine Radbrille in der Wechselzone lasse. Die wollte ich eigentlich aufbehalten, um beim Laufen meine Uhr besser lesen zu k√∂nnen. Aber ich erkenne auch so recht bald, dass ich heute keine Chance habe, eine Pace in Richtung¬†4:35 zu¬†laufen. Darauf¬†hatte ich¬†zuvor¬†ein bisschen gehofft. Immerhin hatte ich den Wechsel vom Radfahren zum Laufen ganz gut trainiert. Aber nach einer Radfahrt unter Wettkampfbedingungen ist das halt doch nochmal was anderes. Au√üerdem fordert¬†jetzt¬†die erbarmungslos dr√ľckende Hitze ihren Tribut.¬†Den ein¬†oder anderen L√§ufer der zweiten Startgruppe kann ich noch einsammeln. Dank einer Endbeschleunigung auf die letzten paar hundert Meter reicht es immerhin noch f√ľr eine Durchschnittspace von 4:44, so dass ich die nicht ganz 5 Laufkilometer in knapp unter 22 Minuten absolviere.¬†

 

Mit einer Gesamtzeit von 1:08:09 bin ich deutlich schneller als erwartet und werde 12. von 60 Startern in der Altersklasse 50-59. Ein äußerst gelungener Auftakt in meine erste richtige Triathlonsaison. So kann es weitergehen. 

 

Der Ironman : vom Start bis zum Ziel sind es 226 km, 3,8 km schwimmen,

180 km Rad und 42,195 km laufen. Das sollte der H√∂hepunkt in dem Sportjahr 2015 bei drei Athleten vom TRI-Team werden. Dirk M√ľller, Carmen Schaaf und Silvia Rausch hatten sich diese Herausforderung ausgesucht.

Sie haben viel und flei√üig daf√ľr trainiert. Der Weg dorthin war lang und wurde immer wieder mal von kleinen Weh Wehchen unterbrochen. Aber Triathleten kennen keinen Schmerz und sind sehr belastbar! Es waren lange Wochen mit vielen Entbehrungen, aber was tut man nicht alles um f√ľr den gro√üen Tag fit zu sein. Silvia eine Wettkampferprobte Triathletin auf allen Distanzen zu Hause.

Nur der Ironman war Neuland f√ľr sie. Nizza sollte das Wunschrennen f√ľr Silvia sein. Sie reiste mit ihrem Ehemann Andreas und Schwester Melanie nach Nizza.

Hier wollte sie zeigen was in ihr steckt! Vor dem Schwimmen hatte sie etwas Respekt, denn es wurde im Mittelmeer geplanscht. Die Wellen und Mitstreiter waren eine gro√üe Herausforderung f√ľr Silvia. Sie k√§mpfte sich durch und schluckte viel Meerwasser und steckte einige Schl√§ge ein. Endlich nach tollen

1:13:57 Stunden hatte sie wieder Boden unter den F√ľ√üen. Ihr war es aber so √ľbel und sie spielte mit dem Gedanken das Rennen zu beenden. Nach Zurufen von Andreas und Melanie raffte sie sich doch auf und machte weiter. Nach √ľber 10 Minuten im Wechselzelt schwang sie sich aufs Rad um die √úbelkeit dort zu bek√§mpfen. Sie kam nur langsam in Schwung und konnte kaum etwas essen, aber ihr K√§mpferherz sagte :‚ÄĚSilvia bei√üe dich durch‚ÄĚ. Nach 6:46:37 Stunden waren die 180 km geschafft. Jetzt ging ihr durch den Kopf, nur noch ein Marathon ! Als sie die Laufschuhe anhatte begann der Wettkampf neu. Sie f√ľhlte sich wieder st√§rker , fand einen guten Schritt und konnte Andreas und Melanie ein L√§cheln schenken. Nach gro√üartigen 4:14:31 Stunden war der Marathon beendet und mit tollen 12:34:54 Stunden wurde sie 15. In der W40.

Sie darf sich jetzt Ironwomen nennen.

Carmen und Dirk starteten bei der Challenge in Roth, die gleichzeitig als Deutsche Meisterschaften ausgetragen wurde. Beide sind keine Rookies mehr, sie haben schon Erfahrungen auf der Langdistanz gesammelt. Doch in jedem Wettkampf werden die Karten neu gemischt. Geschwommen wurde im Main-Donaukanal. Dirk hatte schon vor dem Schwimmstart Adrenalin pur. Beim Aufsetzen der Schwimmbrille machte es patsch und der Gummi war gerissen. Mit schnellen Laufschritt eilte er zum Wechselzelt, denn er brauchte ja eine andere Brille. Man reichte ihm eine Kiste mit gro√üer Auswahl. Er schnappte sich eine und eilte zum Schwimmstart. Gerade noch rechtzeitig konnte er sich einordnen aber leider nur noch in die hinteren Reihen. So kam er nicht so voran wie er wollte, trotzdem schaffte er die 3,8 km in guten 1:02:11 Stunden. Er war im Wettkampf angekommen. Der Druck auf die Pedale waren rund und f√ľr die zwei Runden im Frankenland brauchte er nur gro√üartige 5:04:36 Stunden. Er fing an zu rechnen, bevor er in die Laufschuhe schl√ľpfte. Wechsel gut geklappt und immer wieder h√∂rte er ‚ÄúDIRK,DIRK,DIRK‚ÄĚ du siehst gut aus. Er konnte immer noch zur√ľck l√§cheln und wie er bei 40 km war wusste er es wird eine neue Bestzeit. Er lief mit erhobenen H√§nden nach tollen 3:21:34 Stunden im Marathon und insgesamt mit der neuen, hervorragenden Bestzeit von 9:32:14 Stunden √ľber den roten Teppich ins Ziel. Freunde, seine Eltern und Fremde freuten sich mit ihm. Er konnte es gar nicht fassen, es war vollbracht. Mit dieser Leistung erreichte er den 5.Platz in der AK M40 bei den Deutschen Meisterschaften!!

Carmen spulte ein solides Rennen ab. Bei ihrer nicht so geliebten Disziplin, dem Schwimmen kam sie gut in den Wettkampf. Nach guten 1:20:45 Stunden hatte sie wieder Boden unter den F√ľ√üen. Nach schnellen Wechselzeiten konnte sie auf dem Rad Pl√§tze gut machen und erreichte nach gro√üartigen 5:51:42 Stunden die Wechselzone in Roth. Mit einer tollen Marathonzeit von 4:01:40 Stunden und einer Gesamtzeit von 11:22:50 Stunden erreichte sie bei den Deutschen Meisterschaften in der AK W45 den gro√üartigen 8.Platz.

Beim Einlauf ins Stadion und auf der Marathonstrecke wurde Carmen von vielen Bekannten und Freunden lautstark angefeuert. Das gab ihr die Kraft die Langdistanz erfolgreich zu finishen.

 

Gl√ľckwunsch nochmals an SILVIA, CARMEN und DIRK f√ľr die gezeigten, guten Leistungen. Ihr seit damit VORBILDER f√ľr die j√ľngere Generation !!!

 

Unter dem MOTTO: ‚ÄúDer selbst erlebte ERFOLG macht stark und st√§rker‚ÄĚ w√ľnsche ich Euch f√ľr die kommenden Ziele weiterhin ERFOLG und SPASS.

 

Uwe Lellinger