„Man lernt mit jedem Spiel dazu“ – Alexandru berichtet von seinen Erfahrungen als Schiedsrichter

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Wir haben mit Alexandru (15) gesprochen, der seit knapp einem Jahr als Basketball-Schiedsrichter aktiv ist. Im Interview erzählt er, wie er zum Pfeifen gekommen ist, welche Erfahrungen er bisher gesammelt hat und warum er anderen Jugendlichen empfehlen würde, selbst Schiedsrichter zu werden.

Alexandru spielt selbst schon seit vielen Jahren Basketball und hat bereits an mehreren Camps als Spieler teilgenommen. In diesem Jahr war er sogar erstmals als Coach bei einem Camp im Einsatz. Der Anstoß, Schiedsrichter zu werden, kam schließlich von seinem Trainer: „Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, auch als Schiedsrichter aktiv zu werden.“

Da er die Basketballregeln bereits gut kannte und die Aufgabe spannend fand, meldete er sich direkt für den Online-Lehrgang an. Nach einer digitalen Prüfung folgte ein zweitägiger Präsenzkurs mit abschließender Prüfung – mit Erfolg. Seitdem ist Alexandru offiziell als Basketball-Schiedsrichter im Einsatz.

An sein erstes Spiel erinnert er sich noch gut: „Ich war sehr nervös, aber der andere Schiedsrichter hat mich beruhigt und mir viel weitergeholfen.“ Gerade die Unterstützung durch erfahrene Kollegen habe ihm besonders am Anfang Sicherheit gegeben. „Durch ihre Tipps und ihre Erfahrung bin ich auf dem Feld schnell sicherer geworden.“

Mittlerweile pfeift Alexandru während der Saison von September bis April etwa zwei Spiele pro Woche und durfte im Laufe der vergangenen Spielzeit bereits sein erstes Seniorenspiel leiten – ein besonderer Meilenstein für den jungen Schiedsrichter.

Auch überraschende Situationen hat er bereits erlebt: „Ein Spieler hat direkt vor mir einen anderen Spieler mehrfach beleidigt. Natürlich musste ich sofort eingreifen und ihn ermahnen.“ Solche Momente gehören für ihn ebenso dazu wie der verantwortungsvolle Umgang mit eigenen Fehlern.

Besonders wichtig ist Alexandru dabei Ehrlichkeit und Selbstreflexion: „Wenn ich merke, dass ich etwas falsch gepfiffen habe und es noch korrigierbar ist, dann gebe ich das zu, korrigiere meinen Fehler und entschuldige mich bei den Beteiligten.“

Durch seine Tätigkeit habe er sich auch persönlich weiterentwickelt: „Ich bin deutlich selbstbewusster geworden und habe gelernt, dass man zu Fehlern stehen muss.“

Am meisten Freude bereitet ihm die aktive Rolle im Spiel: „Man ist mitten im Geschehen dabei und übernimmt Verantwortung.“ Außerdem gefällt ihm der Gedanke, gerade für jüngere Kinder ein Vorbild sein zu können. Auch mit den Reaktionen von Trainern und Spielern hat er bisher überwiegend gute Erfahrungen gemacht: „Die meisten zeigen Verständnis, wenn man als Anfänger mal einen Fehler macht.“

Zum Schluss hat Alexandru noch eine klare Botschaft an andere Jugendliche: „Ich kann jedem empfehlen, es einfach auszuprobieren. Man bekommt viel Unterstützung, lernt mit jedem Spiel dazu und kann sich nebenbei auch noch ein gutes Taschengeld verdienen.“

Für Alexandru steht deshalb fest: Schiedsrichter zu werden war für ihn „auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung“.