
Dein Verein in Konz!
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Aber immerhin ging es am 6. September 2026 beim Top Race Germany am Bostalsee um nichts weniger als die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften über die Olympische Distanz. Außerdem waren auch Nike und Petra am Start und Stephanie war für die Sprintdistanz gemeldet. Also wagte ich es und hoffte auf eine ordentliche Portion Adrenalin, die mir helfen sollte, die 10 Laufkilometer irgendwie zu bewältigen.
Das Wasser war mit 18 Grad recht frisch, folglich waren Neoprenanzüge erlaubt. Ein Segen für mich mit meinen „ausbaufähigen“ Schwimmkünsten. Nike als talentierte Schwimmerin verzichtete trotzdem auf die Gummihaut. Auch ohne Neopren bewältigte sie die 1500 Meter in 35 Minuten. Petra, die mit Neopren unterwegs war, stieg zeitgleich mit Nike aus dem Wasser. Ich brauchte ganze 7 (!!!) Minuten länger für die erste Disziplin als die beiden. Ich war auf der zweiten Schwimmrunde zu sehr mit meinen krampfigen Waden beschäftigt. Die Orientierung kam dabei – nicht zuletzt wegen der tiefstehenden Sonne – etwas zu kurz, sodass ich einige Haken schlug und meine Schwimmdistanz deutlich über die 1500 Meter hinausging. Das Wasser und ich sind immer noch nicht per Du und werden in diesem Leben wahrscheinlich keine ziemlich besten Freunde mehr werden.
Wie so oft in letzter Zeit hatte ich nach dem Schwimmausstieg keine Probleme damit, mein Rad in der Wechselzone zu finden. Viele Räder standen da nicht mehr rum. Die allermeisten Athleten hatten die Schwimmstrecke längst absolviert und die ersten Kilometer auf dem Rad zurückgelegt. Für mich begann nun die Aufholjagd. Schließlich wollte ich in meiner Altersklasse ganz vorne mitmischen.
Die voll gesperrte Radstrecke war mit 400 Höhenmetern gespickt, aber insgesamt sehr flüssig zu fahren. Sie kam mir mit den langen Drückerpassagen sehr entgegen. Lediglich die vielen Wendepunkte unterbrachen etwas den Flow. Es lief gut. Um die 100 Athleten konnte ich während der beiden Radrunden einsammeln. Aber wo waren Nike und Petra? An den Wendepunkten hielt ich immer Ausschau nach Athleten mit den TG Konz Rennanzügen. Irgendwann musste ich doch auf sie auflaufen. Aber erst einige Kilometer vor Ende der zweiten Runde konnte ich an meinen beiden flotten Triathlon Kolleginnen überholen.
Nike revanchierte sich kurz darauf auf der Laufstrecke und zog mühe- und erbarmungslos an mir vorbei. Auch ohne Hüftprobleme hätte ich nicht mit ihr mithalten können. Als ich jedoch die ersten 5 Kilometer geschafft hatte, wusste ich, dass meine Hüfte auch die zweite Hälfte überstehen würde. Auf den letzten 2 Kilometern reichte es sogar noch für eine Endbeschleunigung.
Nach 2:55:22 durchquerte ich den Zielbogen. Zu diesem Zeitpunkt war Nike bereits bei ihrem wohlverdienten Feierabendbier – 0,0% versteht sich. Sie finishte in 2:51:47. Kurz nach mir war auch Petra in 2:59:20 im Ziel.
Nach meinem frustrierenden DNF (Did not finish) Ende Juni bei meinem Langdistanzversuch in Frankfurt war der Sieg der Altersklasse 65 heute Balsam für meine gebeutelte Triathleten-Seele. Dass ich damit gleichzeitig Rheinland-Pfalz-Meister über die Olympische Distanz wurde, war die Krönung eines erfolgreichen Wettkampftages.🥇
Nike errang in einer stark besetzten Altersklasse 40 einen sehr guten neunten Platz.
Petra sicherte sich den 3. Platz in ihrer Altersklasse 55 und wurde Vize-Rheinland-Pfalz-Meisterin. Mit einer Steigerung ihrer Leistung gegenüber dem Vorjahr um 7 Minuten hat sie diese Platzierung mehr als verdient.🥈
Auch Stephanie kann stolz auf ihren 2. Platz in der Altersklasse 40 beim Sprint sein. Trotz einer gerade halbwegs überstandenen Erkältung konnte sie ihr Vorjahresergebnis toppen.🥈
Nächstes Wochenende geht es dann noch mal zur Sache beim Vulkaneifel-Triathlon in Gerolstein. Und auch da warten wieder Rheinland-Pfalz-Meisterschaften auf die Athleten. Diesmal im Sprint. Schau mer mal was die Hüfte sagt. 😊