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Petra, Albert und Matthias waren beim Vulkaneifel Triathlon in Gerolstein am Start. Dort wurden an diesem Sonntag die Rheinland-Pfalz Meisterschaften über die Sprintdistanz ausgetragen. Und wie bereits am letzten Sonntag konnten die TGler auch hier einige Medaillen abstauben.
Die äußeren Bedingungen waren nahezu ideal. Angenehme 20 Grad Lufttemperatur, Windgeschwindigkeiten, die auf dem Fahrrad kaum Probleme bereiteten und – ganz wichtig – kein Regen. Dies änderte sich erst bei der Siegerehrung, bei der alle froh über die aufgestellten großen Schirme waren.
Geschwommen wurde im 25 Meter Becken des Gerolsteiner Freibads. 22,9 Grad Wassertemperatur zeigte das Thermometer. Eigentlich kein Problem für die 500 Meter. Als über 60er jähriger Athlet hatte ich das Privileg, trotzdem mit Neoprenanzug schwimmen zu dürfen. Ich hatte mir vorher ausgerechnet, dass sich die paar Sekunden, die ich dadurch in der Wechselzone mehr benötigen würde, auf jeden Fall rechneten, weil ich durch den zusätzlichen Auftrieb die Schwimmstrecke deutlich über eine Minute schneller absolvieren konnte. Ich schwamm entspannt in Petras Wasserschatten (Danke Petra 😊), die auf derselben Bahn eingeteilt war, und stieg kurz nach ihr nach 10:42 Minuten aus dem Becken. Albert hatte etwas Pech bei der ersten Disziplin. Er war ausgerechnet auf der Bahn eingeteilt, auf der die Top-Athleten am Start waren, unter anderem der spätere Sieger Jens Roth. Vermutlich war das der Grund, warum die HelferInnen sich bei Albert verzählten und ihn erst nach 100 zusätzlichen Metern aus dem Becken entließen.
Die Radstrecke hatte es in sich. Ich kann mich nicht erinnern, an einem Triathlon Wettkampf teilgenommen zu haben, der im Verhältnis zur Strecke so viele Höhenmeter aufzuweisen hatte. Am Ende waren es 440 Höhenmeter verteilt auf 22,5 km. Nicht mein Lieblingsterrain, aber mit dem leichten Rennrad konnte ich mich auch hier deutlich nach vorne arbeiten und die allermeisten Schwimmer meiner Startgruppe überholen. Das Triathlon Rad hatte ich wohlweißlich zu Hause gelassen. Heute zählte Gewicht und Agilität mehr als Aerodynamik. Petra musste auf der Radstrecke eine Zwangspause von ein paar Minuten einlegen, weil gerade ein Zug die Strecke kreuzte. Kein Problem für die abschließende Zielzeit. Die Wartezeit wurde vom Gesamtergebnis abgezogen.
Im Gegensatz zur Radstrecke mussten die Athleten beim Laufen keine nennenswerten Steigungen mehr meistern. Die Laufstrecke führte nach einer ersten Downhillpassage flach an de Kyll entlang. Trotzdem waren die letzten 5 Kilometer gefühlt die anstrengendsten des gesamten Rennens. Mein Puls steigerte sich zum finalen Abschluss noch einmal deutlich. Kurz vor Erreichen meines Maximalpulses hatte ich es dann endlich nach 1:30.32 ins Ziel geschafft.
Damit war meine Mission Rheinland-Pfalz Meister auf der Sprintdistanz erfüllt. Nach dem Sieg der Meisterschaften über die Mitteldistanz Ende Mai und über die Olympische Distanz am vergangenen Wochenende konnte ich bei diesem Rennen das Triple in meiner neuen Altersklasse 65 perfekt machen.
Albert schaffte es trotz der „künstlich verlängerten“ Schwimmstrecke in 1:40:12. Ein guter 5. Platz bei den Rheinland-Pfalz Meisterschaften in der Altersklasse 60.
Petra musste in der Altersklasse 55 unter anderem gegen eine ehemalige Profi Triathletin antreten, die in einer anderen Liga spielte. Ihre Zielzeit von 1:37:28 reichte jedoch locker zum 2. Platz in der AK 55. Nach dem sie letztes Wochenende bereits Vize Rheinland-Pfalz Meisterin über die Olympische Distanz wurde, konnte Petra sich an diesem Wochenende als Vize Rheinland-Pfalz Meisterin auf der Sprintdistanz küren lassen.
Besonders erfreulich war, dass Petras beide Töchter erstmalig an einer Triathlon Veranstaltung teilnahmen: Pauline mit einem tollen Debüt auf der kompletten Distanz und Hannah als starke Radfahrerin in der gemischten Staffel. Der Nachwuchs steht also bereits in den Startlöchern. 😊
Während die TGler in Gerolstein nach deutlich unter 2 Stunden die Beine hochlegen konnten, war der Arbeitstag von Uwe am Tag zuvor in Amsterdam etwas länger. Uwe startete über die Langdistanz Aqua-Bike bei der Challenge Almere. 3,8 km schwimmen und 180 km Radfahren standen auf dem Plan. Mit einer Schwimmzeit von 1:05:52 und 5:02:48 auf dem Rad erreichte er das Ziel in 6:14:08. Damit gewann er nicht nur mit deutlichem Abstand seine Altersklasse 60, sondern landete zudem auf dem 3. Platz gesamt. Ein außerordentlicher Abschluss eines überaus erfolgreichen Saison. Herzlichen Glückwunsch Uwe.