*Jeden Freitag um 20:00 Uhr findet der Sport in der Gymnasiumhalle (Sport- und Festhalle) statt.

 

*Am Freitag, den 6.11.2015 findet der Sport in der Gymnastikhalle statt.

 

  * Die Fotos von unserer Pfalztour findet Ihr unter "Fotoalbum" Jetzt mit Bildern von Fritz

 

* Das Video von der Pfalztour findet Ihr unter "Videos"

 

Drei Tage in einer Wohlfühloase in der Pfalz

An einem sonnigen Freitag im September macht sich in den frühen Morgenstunden eine Gruppe Auserwählter - jeder hatte seine Chance - auf den Weg nach Roth unter Rietburg. Hier empfangen uns freundlich die Familien Hafen und Schäfer in ihrem Wohlfühlhotel „Alte Rebschule“.
Mit kulinarischen Köstlichkeiten sowie dem neugestalteten Wellness- und Schwimmbadbereich bleiben keine Wünsche offen. Aber wie es sich für Sportskerle geziemt, ist jeweils vor Entspannung und Erholung der Schweiß der körperlichen Anstrengung gesetzt.

So kommen am ersten Tag die Wanderer auf eine Wegstrecke von 13 km mit drei Einkehrschwüngen. Der vierte Schwung landet in der Hotelbar. Nach einem dortigen „Absacker“ oder einem Aperitif - je nachdem, wie man es betrachtet - begibt sich die Wanderriege, noch mit einem streng-herben Männerduft umnebelt (von der Stirne heiß rannte wohl der Schweiß), unmittelbar zur Weinprobe ins benachbarte Wirtshaus „Sesel“.

Die Radfahrtruppe bewältigt ihre Tagesetappe von ca. 30 km. Zum Abschluss kehren wir beim Weingut Anselmann in Edesheim ein.
Hier kommt es zu einer kuriosen Irritation: Die freundliche Bedienung fragt, ob wir einen Tisch reserviert hätten, was wir verneinen. Nach ca. 1,5 Stunden ruft die junge Frau auf dem Handy bei Raimund an, und will sich erkundigen, wo wir denn blieben. Erstaunt antwortet der Angerufene, dass die Gruppe bereits fast 2 Stunden da sei und winkt der Bedienung - in Sichtweite(!) - beweisführend zu.

Vor dem Heimfahren (jetzt steht die Bergwertung zum Hotel an, siehe auch weiter unten) suchen einige noch ein Örtchen auf und einer der Kameraden in der Reihe stellt fest, dass er seine Radfahrhandschuhe nicht ausgezogen hat. Was seinen Nachbar - mit einem versteckten Seitenblick - zu der Bemerkung hinreißen lässt: „Den hätte ich auch nur mit Handschuhen angefasst!“

Die Radler erholen sich noch in der Sauna und lockern ihre Gelenke sowie Muskeln im Schwimmbad auf, wobei sich zwei Schwimmfreaks eine Badehose - aufgrund einer Vergesslichkeit - abwechselnd teilen. „Es geht alles, wenn man gut miteinander kann“!

Wohl doch nicht ganz entspannt - versucht später ein Kamerad vergeblich die Tür seines Zimmers zu öffnen, er hat sich jedoch im Stockwerk vertan. Vielleicht auch: „Alzheimer lässt grüßen?“

In der Zwischenzeit sind auch unsere Spätankömmlinge Hansi, Toni und Walter im Hotel eingetroffen. Um km-mäßig nicht hintanzustehen, schwingen sie sich sofort auf ihre Drahtesel zu einem Trip nach St. Martin, wo sie zur Einstimmung auf das, was noch bevorsteht, bereits einige Schöppchen vorkosten, womit sie sich diesbezüglich einen Vorsprung gegenüber dem Rest der Gruppe verschaffen.

Am Abend sind dann alle im Gasthof Sesel beisammen, wo der Winzer Bernd Schäfer uns in die Geheimnisse der Pfälzer Weine einweiht.
Die Geschmacksnerven gut stimuliert, genießen anschließend alle das „Pälzer“ Nationalgericht Saumagen, Leberknödel Bratwurst und Sauerkraut bis zum Abwinken. Und das mal, ohne Rücksicht aufs Autofahren nehmen zu müssen. Der Abend klingt bei einigen deftigen Witzen in gemütlicher Runde aus.

Für manchen Kameraden ist der nächste Morgen mit leichten Turbolenzen versehen. Dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - wagen sich einige unerschrockene Schwimmer ins kühle Nass.
Beim Frühstück überrascht und erfreut der Cheforganisator Horst alle Teilnehmer mit der Aushändigung eines passablen Taschengelds, ermöglicht aus frei werdenden Mitteln seiner fachmännischen Kostenplanung. Ist ja auch ein Finanzexperte. Eine zusätzliche Liquidität für Genüsse in den nächsten Tagen war uns somit unverhofft beschert.

Die Wanderer machen sich auf den Weg zum Trifels nach Annweiler.
Alle Radler treten bei bestem Wetter in die Pedalen und fahren Richtung Neustadt und Speyer. Unterwegs kehren wir in einer vom Pfälzerwald- Verein bewirtschafteten Hütte ein und genießen abermals deftige regionale Spezialitäten. Den Abschluss machen wir wie gewohnt beim Anselmann. Dieses Mal aber ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Die über 140 Höhenmeter Bergwertung auf rund 4 km Strecke zum Hotel bewältigt jeder nach seinem individuellen Leistungsvermögen, weshalb sich die Truppe etwas auseinanderzieht. Die E-Biker bleiben außerhalb der Wertung.

Am Abend werden wir dann mit einem 4-Gänge-Menü 1. Klasse verwöhnt.
Im weiteren Verlaufe des gemütlichen Beisammenseins lassen wir unsere Geburtskinder sowie Spender hochleben und danken ihnen für ihre großzügige Unterstützung.

Am Sonntag macht das Wetter den Radlern leider einen Strich durch die Rechnung. Die Wanderer, solche Wetterkapriolen gewohnt, lassen sich jedoch davon nicht einschüchtern und gehen auf ihre geplante Tour. Zwei hartgesottene Radfahrer, Hans-Werner und Raimund - weitere ließen sich nicht dazu bewegen, machen sich zu Fuß auf den Weg zum Hambacher Schloss, die anderen kommen mit den Autos nach.

In einer amüsant und kurzweilig vorgetragenen Führung erfahren wir Wissenswertes über die Geschichte und Bedeutung dieser Anlage: 1832 wurde die Schlossruine durch die viertägige Protestveranstaltung von etwa 30.000 Menschen zum Schauplatz der frühen Demokratiebestrebungen auf deutschem Boden. Seit jener Veranstaltung gilt das Hambacher Schloss als Sinnbild der Demokratie in ganz Deutschland (aus Wikipedia).

Von dort fahren alle zum gemeinsamen Abschluss in unsere Stammkneipe Anselmann, wo wir uns diesmal allerdings von unserem - wie immer in weiser Vorausschau reservierten - Freisitz alsbald wegen eines Regenschauers auf auseinanderliegende überdachte Plätze verteilen müssen. Hat unserer eingeschworenen Gemeinschaft jedoch keinen Abbruch getan.

An dieser symbolischen Stätte unseres Zusammenhalts nach jeweils achtbaren Anstrengungen für die drei Tage bedankt sich zum Abschluss die Gruppe bei den Organisatoren: An erster Stelle Horst Baumann für die Gesamtleitung und hervorragende Durchführung einer Supertour. Ferner gilt unser Dank den Gestaltern der Wanderungen Michael und Fritz. Für die Radtouren waren Jochen und Raimund verantwortlich.

Auch wenn die Resonanz heuer nicht so stark war wie sonst, diese großartige Fahrt hätte eine stärkere Beteiligung verdient.

Raimund Kersten, Jochen Schalm
Fotos und Videos: Josef Goebel