SUPPORTER 2019 bei der KULTVERANSTALTUNG CHALLENGE ROTH.

 

Alles war anders als sonst, kein Teilnehmer, sondern Supporter f√ľr meinen kleinen Bruder WOLFGANG (Cousin) Er wollte seine erste Langdistanz alleine bew√§ltigen, mit mir an seiner Seite. Das Training lief gut f√ľr Ihn und er war bereit die Herausforderung anzunehmen.

Zur Einstimmung fuhren wir schon Donnerstag in Ruhe nach Roth. Die obligatorische Erdinger-Party in Trachtenkleidung l√§utete die hei√üe Phase ein. Man traf viele bekannte Gesichter und hielt Smalltalk. Ich half noch Roland Jentschura Freitag und Samstag an dem ‚ÄěJENTSCHURA STAND‚Äú die Philosophie der Basischen Produkte f√ľr St√§rkung Reinigung und Regenerierung an Interessierte zu vermitteln bzw. aufzukl√§ren. Das hat mir richtig Spa√ü gemacht und ich habe tolle und wissbegierige Menschen kennengelernt. F√ľr Wolfgang r√ľckte der Wettkampf am Sonntag immer n√§her. Die Nervosit√§t bei ihm nahm zu und ich versuchte beim Fr√ľhst√ľck und Mittagessen ihn mit meinen Worten zu st√§rken. Nach der Nudelparty am Samstag im Hotel gingen wir fr√ľh schlafen, denn um 03:30 Uhr klingelte der Wecker. In der Zwischenzeit war auch Markus und Monika Stemper aus Hamburg angereist. Er hat dort erfolgreich am Paratriathlon im Sprintbereich teilgenommen und kam mit der Bronzemedaille zur√ľck. Nach kurzer Nacht und einem kleinen Fr√ľhst√ľck fuhren Heike, Wolfgang und ich zum Schwimmstart an den Kanal.

Es knisterte im Auto und die Anspannung stieg. Heike fuhr sicher den direkten Weg wie vom Navi vorgegeben an den Parkplatz in der N√§he des Starts des gro√üen Spektakels. Es wimmelte nur so von Teilnehmern und ihren Angeh√∂rigen und Fans. Bei der Br√ľcke von wo man das Schwimmen und die Wechselzone toll und live miterleben konnte, standen sie schon in vierer Reihen, so dass es kaum ein Durchkommen gab. Mit Geduld und freundlichen Worten erreichten wir den Wechselplatz unten am Kanal. Jetzt trennten sich Heike und ich von Wolfgang. Wir durften nicht hinein in den abgesperrten Bereich, wo Fahrr√§der und Wechselbeutel von √ľber 3500 Teilnehmer standen bzw. lagen. Ein buntes Bild und Sprachengewirr am fr√ľhen Morgen, richtig aufregend. Wolfgang mittendrinn sich alles einpr√§gend wie Ablauf und Laufwege vom Schwimmausstieg und zum Rad. Heike und ich standen am Zaun und konnten mit ihm kommunizieren. Ich gab ihm noch ein paar aufmunternde Worte mit und Heike hat ihren Wolfgang abgek√ľsst, bevor sein gro√üer sportlicher Tag begann. Es ging los, seine Startgruppe wurde aufgerufen. Wolfgangs Ziel f√ľr die 3800 Meter Strecke im Kanal sollte unter 1:20 Stunde sein. Ich besprach mit Heike, die ja Fotos schie√üen wollte, wie wir uns beim Schwimmausstieg positionieren, damit sie auch tolle Bilder von ihm schie√üen konnte. Die L√∂sung sollte sein, ich stehe am Kanal beim Ausstieg und sie stellt sich an die Gitter beim roten Teppich. So bald ich ihn sehe br√ľlle ich laut. Bei den vielen Teilnehmern war das richtig spannend zu mal durch die Neoprenanz√ľge alle gleich aussahen. Ich hatte schon einen steifen Hals vom Starren, dann endlich entdeckte ich ihn. Ich br√ľllte laut Wolli, Wolli! Das war das Startzeichen f√ľr Heike und ihren Fotoapparat. Er zeigte die geballte Faust auf dem roten Teppich und verschwand mit dem Wechselbeutel im Zelt. Die Uhren zeigten 1:16:03 Stunden, unter der Zeitvorgabe von 1:20 Stunden, gro√üartig. Jetzt schritten wir Beide ca. 200 Meter weiter um ihn auf die Radstrecke zu verabschieden. Ich passte wieder auf und Heike war schussbereit. Das war diesmal etwas leichter, denn unsere neue Teamkleidung war von weitem gut zu erkennen. Die Faust war wieder oben und das Grinsen in seinem Gesicht. Er war bereit die 180 km mit seinem neuen Triathlon Rad in Angriff zu nehmen. Wir hatten jetzt Zeit und pilgerten zum Solarer Berg, wo wir uns unten auf der linken Seite positionieren wollten. Wolfgang wusste Bescheid! Um uns viele gut gelaunte Menschen die es uns gleichtaten und zu Fu√ü oder mit dem Rad dort hinbegaben. Die Uhr immer im Auge behalten war unsere Devise. Wir hatten noch Zeit uns gem√ľtlich in einem Caf√© bei Kaffee und Kuchen zu st√§rken. Unsere Nervosit√§t nahm mit Vorschreiten der Uhr immer mehr zu und wir waren bereit unseren radelnden Triathleten Wolli w√ľrdig am Solarer Berg zu empfangen. Um einen guten einsehenden Platz zu ergattern mussten wir die Ellenbogen ausbreiten. Als eingespieltes Team gelang uns das und das Warten begann. Immer den Blick nach rechts gewandt, wann kommt er um die Kurve? Dann sahen wir ihn, wir br√ľllten laut im Chor:‚Äú Wolli, du siehst gut aus, weiter so, du schaffst das‚Äú. Er zeigte wieder seine Faust und l√§chelte uns zu. Heike bet√§tigte den Fotoapparat und konnte viele tolle Bilder machen. Er war schnell vorbei und wir nickten voller Zuversicht. Jetzt begaben wir uns wieder Richtung Schwimmstart zum Parkplatz. Dabei fiel mir und Heike auf das wir viele Triathleten die uns durch besondere Merkmale und Aussehen aufgefallen waren wieder Richtung Heuberg begegneten. Wir blieben stehen und guckten uns an, hier muss doch Wollig gleich wieder durchkommen war unser Fazit. So war es, ich sah ihn und schrie lautstark:‚ÄúSauwer Jung, saustark‚Äú. Er streckte wieder seine Faust nach oben und zeigte sein breites Grinsen. Ein Zeichen f√ľr uns das es ihm noch gut ging. So konnten wir beruhigt zum Auto gehen und damit nach Roth zur Wechselzone Rad/Laufen fahren. Hier stellten wir uns direkt unter die Autobahnbr√ľcke mit Blick Eingang Rad, Ausgang Laufen. Jetzt hie√ü es wieder warten und aufpassen. Die Gedanken, wann kommt er, wie geht es ihm, wie f√ľhlt er sich, was sagt der K√∂rper? Zwischendurch mal Dehnen und ein wenig auf und ab gehen. Gespr√§che mit Gleichgesinnten f√ľhren und nat√ľrlich die Triathleten anfeuern. Langweilig wurde es nicht. Dann endlich sahen Heike und ich ihn von seinem Rad absteigend in die Wechselzone laufend. Wir klatschten uns ab, er hat den Rad Part erfolgreich geschafft. Dann kam er aus der Wechselzone. Wir br√ľllten im Chor:‚Äú Wolli, Wolli‚Äú. Er nahm uns wahr und kam zu uns gelaufen. Er sah nach 2/3 Arbeit schon etwas gezeichnet aus. Er dr√ľckte Heike und mich und sagte: ‚ÄěIch habe dicke Beine und die Waden schmerzen, aber ich schaffe es‚Äú. Wir best√§rkten ihn nat√ľrlich in der Aussage und klatschten ihn ab und schickten in auf die Marathonreise. Ich schaute ihm noch in die Augen und sagte:‚ÄúWolli, das wird heute dein Tag, mach es, du kannst es‚Äú. Dann reihte er sich in die L√§uferschar ein und bewegte sich langsam vorw√§rts. Lange 42,195 km lagen vor ihm. Heike und ich schauten uns an, ich nickte und sagte: ‚ÄěEr rockt das Ding‚Äú. Wir gingen jetzt an der Laufstrecke entlang Richtung Innenstadt. Immer wieder klatschend, anfeuernd und aufmunternd der gehenden und laufenden Triathleten. Wolli haben wir irgendwie verpasst. Ich sagte zu Heike nachdem wir einige Kilometer gegangen sind ich gehe jetzt zur√ľck zur Innenstadt und dann Entgegengesetzt der Laufrichtung, dann werde ich ihn ja irgendwo sehen und kann ihn dann begleiten. Sie war erleichtert und einverstanden. Ich marschierte los immer den Blick nach vorne gerichtet um Wolli nicht zu verpassen. Irgendwann stellte ich mich auf eine Mauer um einen weiten Blick nach vorne zu haben. Endlich entdeckte ich ihn in einiger Entfernung. Ich lief im entgegen und sah ihn gehend auf mich zu kommen. ‚ÄěWas ist los, wie geht es dir‚Äú: war meine erste Frage. ‚ÄěBeine sind zu, ich muss gehen ‚Äěerhielt ich zur Antwort, aber die Sollzeit bei 30 km schaffe ich. Sollen wir langsam laufen oder schnell gehen, bot ich ihm an. Er suchte sich langsam gehen aus. So erreichten wir die 30 km in der Sollzeit und da stand auch Heike. Erleichtert und √úbergl√ľcklich umarmte sie ihren Wolli. Jetzt noch 12 km bis ins Ziel. Das sind doch Peanuts, gab ich ihm mit auf den Rest weg! In der Zwischenzeit war auch Markus zu uns gesto√üen. Es wurde dunkel und Wolli kam und kam nicht. Markus sagte er m√ľsste doch l√§ngst da sein. ‚ÄěMach doch Land und Leute nicht verr√ľckt‚Äú: war meine Antwort, er wird noch rechtzeitig kommen. Heike war in der Zwischenzeit ins Stadion auf die Trib√ľne zu Monika gegangen umso noch einige Fotos zu schie√üen. Dann endlich der wandernde Wolfgang kommt auf uns zu. Er lacht vor Freude und Schmerzen. Er zeigt die Faust und zeigt ein leichtes grinsen. Wir sprechen uns ab, gehen bis zum KM 41, dann Laufschritt nebeneinander. Wie von einer Tarantel gestochen liefen wir im 5er Schnitt den Rest ins Ziel. Besonders auf dem roten Teppich im Stadion flogen wir wieder an vielen Finishern vorbei und winkend mit erhobenen H√§nden Ende Gel√§nde, geschafft im ZIEL nach 226 km. Wir umarmten uns und Wolli erhielt vom Sieger Andy Dreitz seine verdiente Medaille. Wir jubelten Heike und Monika auf der Trib√ľne zu und gingen ins Zelt. Hier durfte sich der neue Eisenmann setzen und ich ging 2 Glas Erdinger holen. Damit wurde auf den gro√üartigen anstrengenden Tag mit einem gl√ľcklichen, verdienten Ende angesto√üen.

Finisher und Supporter haben Bestnoten verdient. Ein langer Tag mit einem Ergebnis das Kraft f√ľr neue Herausforderungen freisetzt. Neues ist schon geplant, lasst euch √ľberraschen!!!

 

 

Uwe Lellinger

Alles eine Frage der Perspektive

Bericht vom 13. X-Duathlon im Weißhauswald

Es gibt Menschen, die finden immer ein Haar in der Suppe. F√ľr die ist das Glas immer halb leer. Auch und gerade wenn es um die eigene Leistung geht. Auch im Sport. "Es hat schon wieder nicht f√ľrs Treppchen gereicht." - "Das 2 Stunden-Ziel klar verfehlt." - "Die vermatschte Strecke hat mir die Bestzeit verhagelt."

Dabei ist doch alles immer eine Frage der Perspektive.

Und deshalb berichte ich hier √ľber all die positiven Aspekte meines ersten Duathlons. Ein Cross Duathlon direkt vor der Haust√ľr im Trierer Wei√ühauswaldes mit integrierten Rheinland-Pfalz Meisterschaften.

Zuallererst: Ich habe es geschafft. Ich habe meinen ersten Cross-Duathlon gefinisht und ich bin unfallfrei durchgekommen. Und ich war tatsächlich nicht der Letzte im Ziel beim Cross der Asse. 

Nat√ľrlich k√∂nnte ich jetzt sagen: "Ich bin im letzten Viertel auf der Ergebnisliste gelandet. Nur ein gutes Dutzend waren hinter mir oder kamen nicht ins Ziel." Aber klingt es nicht besser zu sagen: "Ich bin Zweiter in meiner Altersklasse geworden."?

Auch was das Wetter anbelangt, kann sich niemand beklagen. Es blieb während es gesamten Wettkampfs trocken. Zumindest von oben.

Es ist letztlich alles eine Frage der Perspektive.

Aber von Anfang an:

Voller Respekt vor all den Assen habe ich mich bei der Startaufstellung ganz hinten eingereiht. Zun√§chst waren 2 Laufrunden √† 2,5 km zu bew√§ltigen. Die Strecke war √ľberwiegend flach, aber zum Ende der Runde ging es dann die laaaaange Treppe hoch.

Miriam auf der ber√ľchtigten Treppe; Foto: Holger Teusch

Danach war kaum Zeit, den Puls wieder auf Normalma√ü zu bringen, denn die n√§chste Rampe wartete, bevor es ein St√ľck durchs Waldstadion auf die zweite Runde ging. Da ich ja ganz hinten gestartet war, konnte ich zwei H√§nde voll Athleten √ľberholen. Insgesamt habe ich mich jedoch von Anfang an ziemlich zur√ľckgehalten. Zu gro√ü war mein Respekt vor den folgenden 800 H√∂henmetern auf dem Mountainbike. Und das war auch gut so. Denn die gesparten K√∂rner brauchte ich noch.

Der Wechsel lief reibungslos. Aufgrund der Streckenverh√§ltnisse hatte ich wohlweislich meine Klickis gegen normale, genoppte Pedale eingetauscht, so dass ich ohne Schuhwechsel schnell wieder auf der Strecke war. Ziemlich au√üer Atem machte ich mich auf den Weg zum ersten Anstieg. Ich glaube, die erste Radrunde war die anstrengendste f√ľr mich. Wahrscheinlich weil ich nach dem Laufen doch eine Weile brauchte, bis mein Puls und mein K√∂rper den richtigen Rhythmus gefunden hatten.

Trotzdem kam ich den gesamten Anstieg problemlos hoch. Auch an der Stelle, an der ich bei meiner Testfahrt vor 2 Wochen jedes Mal absteigen und schieben musste. Wenn ich diese ziemlich unebene Steigung gemeistert hatte, w√ľrde ich auch den Rest hochkommen. Und nach weiteren 150 H√∂henmetern war ich dann auch bereits am h√∂chsten Punkt, am Kockelsberg, angelangt.

Jetzt folgte meine Angstpassage: Eine leicht abfallende Strecke mit mehreren Stellen voller Matsch und teilweise tiefen Spurrillen. Ich war dankbar, dass da schon viele Biker vor mir durchgefahren waren. Dadurch gab es zumindest eine Art Ideallinie, die schon etwas breiter ausgefahren war. So schaffte ich es ohne größere Probleme. Ich glaube auf der 3. Runde habe ich es sogar geschafft, ohne ein einziges Mal steckenzubleiben.

Beweisfoto: Ich war dabei :-)

Beweisfoto: Ich war dabei :-)

Dann kam der schnelle Teil der Abfahrt bis ganz runter ins Tal. Hier waren die Streckenverh√§ltnisse fast ideal und ich konnte es laufen lassen, auch wenn ich hier bereits von Jens Roth, dem sp√§teren Sieger, √ľberholt wurde.¬† Das letzte St√ľck zum Stadion war nochmal etwas kraftraubend, aber die erste Runde war geschafft.



Letzte Rampe: Auch f√ľr Wolli kein Problem; Foto: Heike Lellinger

Ab der zweiten Runde wurde ich dann von vielen weiteren schnellen Assen √ľberrundet. Unglaublich, mit welchem Tempo diese Athleten bergauf unterwegs sind. Auch Stefan und R√ľdiger zogen an mir vorbei. Pfeilschnell.

Ich teilte mir meine Kr√§fte gut ein. Ich achtete auf meinen Puls und fuhr gleichm√§√üig die Steigungen hoch. Zu Beginn der vierten Runde g√∂nnte ich mir ein Gel. Keine Ahnung, ob ich es tats√§chlich gebraucht h√§tte, aber es gab mir das Gef√ľhl, auch den letzten Anstieg problemlos zu schaffen. Immerhin folgte ja noch eine letzte Laufrunde.

Diese letzte Laufeinheit √ľber 2,5 km absolvierte ich einigerma√üen locker und nicht viel langsamer als die ersten beiden Laufrunden zu Beginn. Noch ein kleiner Endspurt durchs Stadion. Mit der abzufallen drohenden und ziemlich l√§dierten Startnummer in meinen H√§nden √ľberquerte ich stolz die Ziellinie und finishte meinen ersten Cross Duathlon in 2:09:28,5.



Endspurt, Foto: Josef Fettes

Hier die Zeitsplits aller "Konzer" Teilnehmer am Cross der Asse (5km/23,2km/2,5km):

 

Stefan Fettes:         1:31:52,0 (18:25,8/1:03:38,08/9:47,3)

R√ľdiger Birk:¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 1:39:57,0 (19:43,6/1:09:16,5/10:56,8)

Matthias Keller:      2:09:28,5 (23:44,8/1:33:11,8/12:31,7)

Miriam Engel:          2:16:04,2 (22:19,1/1:40:40,8/13:04,2)

 

Beim Volkstriathlon √ľber die Kurzdistanz (2,5km/11,6km/2,5km) waren 2 Konzer am Start:

Andrea Bruckmann: 1:09:58,4 (11:56,9/45:48,3/12:13,2)

Wolfgang Lellinger:  1:21:49,8 (14:34,7/51:36,8/15:38,3)

 

Nicht zuletzt dank der lautstarken Unterst√ľtzung und des Anfeuerns durch Uwe, Hendrik und Andrea war dies insgesamt ein sehr erfolgreiches Wettkampf-Wochenende f√ľr die Athleten der TG Konz. Vor allem was die Rheinland-Pfalz Meisterschaften anbelangt

Stefan und Jens, zwei wahre Rheinland-Pfalz Champion                                                       3 Altersklassen Rheinland-Pfalz Cross Duathlon Vizemeister; Foto Hana Kolarova


Neben Stefan, der nicht nur den 2. Platz in der AK3, sondern auch den 3. Platz gesamt belegte und R√ľdiger, der in der Altersklasse Sen3 ebenfalls auf Platz 2 landete, darf auch ich mich in der Altersklasse Sen4 Rheinland-Pfalz Vizemeister nennen. Ich verrate auch nicht, wie viele Athleten in meiner Altersklasse am Start waren.

Es ist alles halt eine Frage der Perspektive. :-)

Matthias Keller

Triathlon Jubiläum in Illingen, Saarland

"Soll ich oder soll ich nicht?" - diese Frage besch√§ftigte mich bis kurz vor dem Startschuss zum 20. Triathlon in Illingen am letzten Augustwochenende. Es war zwar nur eine Sprintdistanz, aber bei der treibt der ambitionierter Hobbyathlet seinen Puls ja √ľblicherweise doch einigerma√üen in die H√∂he. Und nachdem die leichte aber hartn√§ckige Erk√§ltung nicht wie erhofft rechtzeitig vor dem lange geplanten Triathlonevent ein Einsehen hatte und klein beigab, stand ich vor der Frage, ob ich ich meinem K√∂rper und vor allem dem Herzmuskel diese Belastung tats√§chlich zumuten sollte. Um es kurz zu machen: Mir fehlte die Kraft, mich in die Zuschauerrolle zu begeben und so siegte die Unvernunft und ich stieg um 9:15 zum Start in der 4. Startgruppe ins 25 Meter Becken.

Zu diesem Zeitpunkt war Uwe l√§ngst auf der Radstrecke. Er startete das Schwimmen in Startgruppe 2 von insgesamt 7. Die 300 Meter hatte er trotz kleinerer Scharm√ľtzel mit einem hinter ihm schwimmenden Athleten in sehr guten¬†6:34¬†abgespult. Ich profitierte w√§hrend der gesamten Strecke von den "guten F√ľ√üe" meines Vordermanns, der etwa mein Tempo schwamm, und konnte die 12 Bahnen mit samt der Strecke bis zur Matte vergleichsweise entspannt in 6:03 abspulen. Dirk Hoffmann, ein weiterer TGler, der auch regelm√§ssig an Jedermann-Wettbewerben teilnimmt, war in die 5. Startgruppe eingeteilt. Als erfahrener Rettungsschwimmer schwamm er wie immer Brust und ohne Schwimmbrille. Dabei stellte er mit einer Schwimmzeit von¬†6:45¬†so manchen kraulenden Mitstreiter in den Schatten.

Die Radstrecke war mit knapp 18 km kurz aber mit deutlich √ľber 300 H√∂henmetern knackig. Auf den 3 Radrunden ging es entweder hoch oder runter. F√ľr Uwe mit all seiner Erfahrung und guten Grundausdauer war das kein Problem und er absolvierte diesen Part in 40:22. Chapeau! Bei mir lief es mit 36:31 auch ganz ordentlich, auch wenn ich mental vielleicht etwas auf der Bremse stand, um meinen Kreislauf nicht √ľber Geb√ľhr zu belasten. Aber vermutlich ist das wieder mal eine meiner zahlreichen Ausreden, mit denen ich mir und der Welt erkl√§re, dass ich auch bei diesem Sprint deutlich an einem 30er Schnitt vorbeigeschrappt bin. Dirk, mit einem fremden Fahrrad und deutlichem Trainingsr√ľckstand w√§hrend der letzten Wochen, schaffte immerhin eine Radzeit von 46:56.

Die Laufstrecke bestand aus 4 Runden und sah mit 50 H√∂henmeterchen auf dem Papier eigentlich ganz easy aus. So richtig schnell war sie aber auch nicht, da das einzige Abw√§rtsst√ľck der Laufrunde zu steil war, um es richtig laufen zu lassen. Dirk kannte die Strecke ja aus den Vorjahren und kam - etwas hinter seinen Erwartungen - nach 35:30 ins Ziel. Ich selbst begann eher zur√ľckhaltend, wurde aber von Runde zu Runde mutiger und schneller. Ich konnte wie bereits auf der Radstrecke viele vor mir gestartete Athleten einsammeln und das motivierte nat√ľrlich. Nach 25:46 hatte ich die 5,2 km geschafft und mein Ziel, unter einem 5 Schnitt zu laufen, klar erreicht. (Ich muss also in diesem Fall keine meiner bew√§hrten Ausreden bem√ľhen) Uwe schaffte es in hervorragenden 31:32. In meiner ersten Laufrunde lief ich auf Uwe auf und hatte die Gelegenheit, eine Weile Uwes √§u√üerst runden Laufstil zu bewundern.

Den Sieg in der Altersklasse M70 mit einer Gesamtzeit von 1:23:08 hat er sich nicht zuletzt deswegen redlich verdient. Herzlichen Gl√ľckwunsch Uwe. Und mit meinen 1:11:20 hab ich es in meiner Alterklasse M55 sogar noch aufs Treppchen geschafft.

Vielleicht habe ich die "Soll ich oder soll ich nicht?"-Frage ja doch richtig f√ľr mich beantwortet. Jedenfalls huste ich nach dem Wettkampf weniger als vorher.

Matthias Keller

‚ÄěSTARK MIT DEN RICHTIGEN VORS√ĄTZEN‚Äú

 

Liebes TRI-Team, liebe Leser:

 

Mit den guten Vors√§tzen f√ľr das neue Jahr ist das so eine Sache. Die einen schw√∂ren sich, nicht mehr zu rauchen oder sonst irgendein Laster aufzugeben; die anderen wollen schwelende Konflikte l√∂sen, in der Familie, im Freundeskreis oder auf der Arbeit, und wieder andere nehmen sich ganz fest vor, endlich den Traum ihres Lebens zu verwirklichen.

Kleines und Gro√ües, alles scheint m√∂glich in der Silvester-Euphorie. Jeder gute Vorsatz best√§rkt uns in dem Glauben an die eigene Kraft. Dass wir uns dabei auch √ľbernehmen k√∂nnen, dass nicht alle Bl√ľtentr√§ume reifen werden, √§ndert nichts an der Schubkraft dieser Zielsetzungen. Denn was w√§ren wir ohne unsere Hoffnung?! Die √Ąngstlichen aber, so sagt der Volksmund, erwischt es zuerst. Die eigene Sauert√∂pfischkeit schl√§gt ihnen irgendwann auf den Magen und legt sie lahm.

Da K√∂rper, Seele und Geist eine Einheit bilden, wie schon die Medizinm√§nner der Naturv√∂lker wussten, brauchen wir auch das Zutrauen zur eigenen Kraft und den Mut zu den guten Vors√§tzen, um gesund bleiben zu k√∂nnen. Wir m√ľssen die Ziele ja nicht gar zu hochstecken. Denn dann l√§uft man Gefahr zu scheitern. Besser ist es daher, die guten Vors√§tze mit √ľberschaubaren Etappenzielen zu verbinden. Sind sie erreicht, stellt sich ein Erfolgserlebnis ein, das gleich Mut macht, mehr anzupacken.

Nicht nur Sportler wie die Triathleten m√ľssen so vorgehen, wenn sie eine psychische Stabilit√§t erreichen wollen, die es ihnen schlie√ülich erlaubt, den gro√üen Wettkampf bis hin zu den Olympischen Spielen ins Auge zu fassen. Wir alle brauchen das Erfolgserlebnis, um uns gesund und stark f√ľhlen zu k√∂nnen.

Nicht die Ruhe an sich, das Verharren im Erreichten, sondern die Ruhe nach erfolgreicher Anstrengung f√ľhrt zur Aussch√ľttung der Gl√ľckshormone. Wer sich nichts mehr vornimmt, bringt sich selbst um die Freude. Deshalb sollten wir das kommende Jahr wieder mit der Kraft der guten Vors√§tze beginnen.

In diesem Sinne auf ein Neues, auf ein friedvolles, gesundes, gl√ľckliches Schaltjahr 2020!!!

 

 

UWE LELLINGER                                                                           Kanzem, Dezember 2019

Mitteldistanz Triathlon Maxdorf

Der Mitteldistanztriathlon in Maxdorf fand am Sonntag, den 9. Juni zum mittlerweile 14. mal statt. Er wird nur alle zwei Jahre veranstaltet und geh√∂rt zu den traditionsreichsten Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz. Auch das TRI Team der TG Konz nimmt meist zahlreich an dieser sehr sch√∂nen Veranstaltung teil. Wir freuen uns immer sehr diese Veranstaltung, welche mit viel pers√∂nlichem Engagement des Vereins TSG Maxdorf organisiert wird, zu unterst√ľtzen und damit dazu beizutragen, dass auch Veranstaltungen au√üerhalb der gro√üen kommerziellen Serien IRONMAN und CHALLENGE weiter erhalten bleiben.

Dieses Jahr hatten sich Uwe L., Stefan, Matthias und Andreas entschieden in Maxdorf teilzunehmen. Die Strecke ist ein Mitteldistanztriathlon, wobei die Streckenlänge bei Rad und Laufen mit 85 km beziehungsweise 20 km leicht unter der klassischen Streckenlänge liegt.

Der Start war um 9.00 Uhr (f√ľr Uwe, Stefan und Matthias) und 9.15 Uhr f√ľr Andreas. Geschwommen wurde 2 km im Nachtweideweiher in Lambsheim. Die Wassertemperatur war 22 Grad im Bereich in welchen der Neoprenanzug erlaubt war, was nat√ľrlich alle aus dem TRI-Team nutzten. Das Wetter war √ľberwiegend sonnig und mit knapp √ľber 20 Grad optimal f√ľr Triathlon.

Stefan kam als Erster des TRI Teams in 31:14 min aus dem Wasser, Matthias folgte mit 41:11 min und Uwe knapp dahinter Uwe in 43:14 min.  Andreas verletzte sich beim Schwimmausstieg durch eine Unachtsamkeit und musste das Rennen beenden.

Die Radstrecke war mit ca. 1.000 H√∂henmeter auf 85 km etwas wellig, aber angenehm¬† und abwechslungsreich zu fahren. Stefan war auch auf der Radstrecke der schnellste Teilnehmer des TRI-Teams und schaffte die Radstrecke in fantastischen 2:22h. Es folgt Matthias in 3:06h und er konnte ebenfalls sehr zufrieden sein, f√ľr Matthias war Maxdorf der erste Mitteldistanz-Triathlon und er teilte sich sein Tempo sehr gut ein. Uwe folgte in 3:35h und bew√§ltigte die Radstrecke ebenfalls ohne gr√∂√üere Probleme.

Danach ging es auf die Laufstrecke die in Maxdorf in 3 Runden zu ca. 6,5 km eingeteilt war. Stefan bew√§ltigte die Strecke in sehr guten in 1:24h und beendete den Triathlon in 4:20h als 16. des Gesamtwettbewerbs und 4. in seiner Altersklasse M30. Da bei der Veranstaltung auch die Rheinlandmeisterschaften ausgetragen wurden, bedeutete dies zus√§tzlich den Titel als Rheinlandmeister in der Mitteldistanz. Matthias ben√∂tigte f√ľr die Laufstrecke 2:01h und beendete seinen ersten Mitteldistanztriathlon in 5:49h ¬†und belegte damit den 16. Platz in der Altersklasse M50. Uwe ben√∂tige f√ľr die Laufstrecke 2:27h und beendete den Triathlon in 6:46h, mit welcher er die Altersklasse M70 gewann und damit auch Rheinlandmeister in seiner Altersklasse wurde.

Insgesamt ging damit ein erfolgreiches Triathlonwochenende f√ľr das TRI-Team zu Ende. Die weiteren Wettk√§mpfe der Saison k√∂nnen kommen.

Andreas, Stefan, Matthias und Uwe kurz vor dem Start

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